Uferlos-Reporter Lecker essen mit Macron

Vom Uferbus aus hat man bei einem Glas Wein den besten Blick auf das Festival-Treiben. Wenn man nicht vorher bei den Macarons hängen bleibt.

(Foto: Marco Einfeldt)

Auf Kulinarisches wird viel Wert gelegt beim Uferlos-Festival. Das Dessert kann allerdings mitunter zu Verwirrungen führen.

Kolumne von Clara Lipkowski, Freising

Auf dem Uferlos gibt es Musik zu hören, klar. Man kann Pluderhosen, Schälchen und Döschen kaufen, das weiß man, es geht ökologisch bewusst zu, viele Speisen sind dem Tier zuliebe vegetarisch oder vegan, kennt man. Nicht zu vergessen die alkoholischen Genussmittel. Wein bekommt man neuerdings im Doppeldecker-Uferbus kredenzt, mit Panoramablick auf das Fußvolk.

Mischt man sich unter selbiges und schlendert über das Gelände, um den Hunger zu stillen, kommen schnell einige Euro zusammen, die man hergibt für Vorspeisenteller, Spätzle oder Barbarenspieß. Täuscht es oder sitzt das Geld lockerer, wenn man nicht bar zahlt, sondern per Handy, was ja neuerdings auch geht? "Schieb's rüber" fordert die App, um das Essen zu bezahlen, und im nächsten Moment blickt der Verkäufer von seinem Handy auf, grinst und dankt.

Da ja bekanntlich auf das Hauptgericht das Dessert folgt, liebäugelt man nun mit einem Eis. Oder doch Crêpes? Und da fällt der Blick auf ein Schild mit der harmlos wirkenden Frage: "Macron oder Macaron?" Auf Twitter hat diese Frage schon hitzige Diskussionen hervorgerufen, sogar in den New Yorker hat sie es geschafft. Man muss dazu erwähnen, dass eingeschobene Buchstaben nicht nur hierzulande Verwirrung stiften können, noch viel schlimmer wird das im englischsprachigen Raum, da stellt sich die Frage nach Macron, Macaron oder Macaroon?

Zur Klärung: Letzteres, ein Macaroon, ist oft ein Kokosplätzchen. Ein Macaron ist ein Baiserplätzchen. Und ein Macron ist ein französischer Präsident. Diese nun auch in Freising in Teilen zu Tage geförderte linguistische Falle hat auf Twitter zu intensiven Diskussionen darüber geführt wer denn (!) leckerer sei. In der digitalen Diskussion schlug man zudem bei der zweiten Variante ein "i" am Ende vor. Das sei doch auch "lecker". Aber Halt. Wir waren ganz analog beim Dessert. Also darf es bitte ein Macron sein, äh Macaron?

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