So wird 2019 in Attenkirchen Die zwei "Knackpunkte" bleiben auch 2019

Kultureller Mittelpunkt der Gemeinde Attenkirchen ist das Bachfeldhaus, der sich in der Region zu einem renommierten Treffpunkt entwickelt hat.

(Foto: Marco Einfeldt)

Der Bau eines neuen Feuerwehrhauses und der verhängte Stopp bei der solaren Nahwärme beschäftigen die Gemeinde Attenkirchen weiter. Glücklicherweise verfügt man über ein komfortables Finanzpolster.

Von Katharina Aurich, Attenkirchen

Im neuen Jahr werden in Attenkirchen einige wichtige Entscheidungen getroffen und schon begonnene Projekte weiter voran gebracht. Vor allem wird es mit den beiden Knackpunkten in der Gemeinde, dem geplanten Bau eines neuen Feuerwehrhauses und dem Ende der solaren Nahwärme, weiter gehen. Bürgermeister Martin Bormann berichtete, dass es zum Feuerwehrhaus keine aktuellen Zahlen dazu gebe, welche Kosten der Gemeinde bisher entstanden seien. Denn das Feuerwehrhaus war zunächst an einem anderen Standort vorgesehen und die Planungen dafür weit fortgeschritten, bevor der Gemeinderat wegen der rasant steigenden Kosten die Reißleine zog und das gesamte Vorhaben stoppte. Die Unterzeichnung des Notarvertrags für den Kauf des neuen Grundstücks sei für Ende Januar geplant, danach könne die weitere Planung beginnen. Aber noch sei nichts sicher, betonte der Rathauschef. Für den Rückbau der gemeindlichen solaren Nahwärmeversorgung, die abgestellt wurde, müssen die Kosten in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt ermittelt werden. Dies dauere in der Regel lange, da das Amt personell unterbesetzt sei, so Bormann.

Ein gutes Finanzpolster, das die Gemeinde aber auch brauchen wird

Die Gemeinde am Rande der Hallertau verfüge über ein gutes Finanzpolster, die Rücklagen seien hoch und die Pro-Kopf-Verschuldung niedrig, freute sich der Bürgermeister. Den finanziellen Spielraum wird die Gemeinde aber auch benötigen, wenn sie das neue Feuerwehrhaus tatsächlich errichtet. Zuletzt war von Kosten in Höhe von zwei Millionen Euro die Rede, die bereits im Haushalt 2019 eingeplant sind. In Attenkirchen wird heuer, wie auch in Nandlstadt und Haag, ein neues Baugebiet entstehen, das "Weihersdorfer Feld". Allerdings müssen noch Verträge mit den Grundstückseigentümern unterzeichnet werden, die Planungen mit dem Straßenbauamt abgesprochen sowie städtebauliche Verträge geschlossen werden, schilderte der Rathauschef die nächsten Hürden, bevor die Planung starten könne.

Die neuen, strengen Auflagen des Wasserwirtschaftsamtes wirkten sich auch in Attenkirchen aus, die Gemeinde müsse das gesamte Abwasserkanalnetz spülen, untersuchen und dann schadhafte Stellen sanieren. Auch diese Maßnahmen verursachten 2019 hohe Ausgaben, so Bormann.

Der Rathauschef ist stolz auf das vielfältige ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde, besonders das Attenkirchner Senioren Zentrum als Treffpunkt für ältere Mitbürger leiste unschätzbare Dienste und mache das Leben für Senioren angenehmer, lobte Bormann. Aber auch das Bachfeldhaus, in dem sich der Verein "Tutuguri" zu einem im ganzen Landkreis beachteten Kulturtreffpunkt entwickelt hat, sei eine große Bereicherung.

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