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Schulen im Landkreis Freising:FW fordern mehr IT-Unterstützung

Fachkräfte-Pool am Landratsamt soll Schulen betreuen

Ein Team von IT-Fachkräften soll am Landratsamt gebildet werden, das den Schulen unterstützend zur Seite steht. Das fordert die Fraktion der Freien Wähler in einem Antrag an den Kreistag. Hintergrund ist, dass die Notebooks, Tablets und Dokumentenkameras, welche der Landkreis derzeit für die Schulen einkauft, stets einsetzbar sind und optimal genutzt werden sollen. Die Verwaltung soll zudem nach dem Willen der Freien Wähler prüfen, ob auch Schulen, die nicht in der Trägerschaft des Landkreises sind, von diesen Unterstützungsleistungen profitieren könnten.

"Die Fachleute sollen sich nicht nur um die Pflege und Wartung der Endgeräte kümmern", erklärt Kreisrat Benno Zierer, der den Antrag initiiert hat. "Sie sollen auch Ansprechpartner für die Lehrkräfte sowie die Schülerinnen und Schüler bei technischen Schwierigkeiten oder Anwenderproblemen sein." Zierer weist darauf hin, dass die IT-Administration künftig aus dem "Digitalpakt Schule" gefördert werde. Das digitale Klassenzimmer habe sich gerade während der Corona-Pandemie "als unverzichtbare Voraussetzung für die Fortführung des Unterrichts im Distanz- oder Wechselmodus erwiesen", heißt es in dem Antrag. Mit dem Kauf der Geräte sei es allerdings nicht getan. Es ergebe sich ein erhöhter Bedarf bei deren Wartung. Das hatten laut Zierer bislang engagierte Lehrer übernommen. "Nun müssen die Voraussetzungen für eine professionelle Administration geschaffen werden."

Aktuell steht laut dem Antrag im Landratsamt eine Vollzeitstelle für die Betreuung der 13 Landkreisschulen zur Verfügung, unterstützt vom Sachgebiet Informations- und Kommunikationstechnik. Die Freien Wähler schlagen nun vor, einen Pool mit mindestens drei Fachleuten zu bilden. Diese Lösung habe gegenüber sogenannten "digitalen Hausmeistern" an einzelnen Schulen den Vorteil, dass das Know-how gebündelt und das Personal flexibel eingesetzt werden könne, zum Beispiel im Fall von Krankheit und Urlaub.

© SZ vom 02.03.2021 / beb
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