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Neufahrn/Hallbergmoos:Gemeinsame VHS mit Hallbergmoos

Neufahrner Gemeinderat stimmt Zusammenschluss zu

Jetzt steht es fest: Die Volkshochschulen Neufahrn und Hallbergmoos werden zusammengeschlossen. Auch der Neufahrner Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung der entsprechenden Zweckvereinbarung zugestimmt. Schon im nächsten Semester soll es ein gemeinsames Programm geben. Geplant werden die Angebote aber weiterhin in den jeweiligen Orten. Die Hauptgeschäftsstelle wird in Neufahrn sein und von Susanne Arndt geleitet, die jetzt bereits an der Spitze der VHS Neufahrn steht. Auch Hallbergmoos behält aber eine eigene Geschäftsstelle für die Verwaltungsarbeit und als Anlaufstelle für Teilnehmer und Interessierte.

Die Einrichtungen der beiden Nachbargemeinden arbeiten schon länger eng zusammen und bilden eine "Statistikgemeinschaft". Denn keine der beiden wäre allein auf die für eine finanzielle Förderung ausschlaggebenden 30 000 "Teilnehmerdoppelstunden" gekommen. Mittlerweile werden solche Gemeinschaften aber vom Volkshochschulverband nicht mehr anerkannt und entsprechend nicht mehr gefördert. Der Trend, den der Verband forciert, geht hin zu größeren Zentren der Erwachsenenbildung.

Im konkreten Fall sollte der Verbund zunächst sogar noch deutlich größer werden. Die Idee war eine "VHS Freising Land", in der auch die Einrichtungen Eching, Allershausen und Fahrenzhausen mitmachen sollten. Die Hauptgeschäftsstelle sollte nach Eching kommen. Für Neufahrn als eigentlich größte dieser Volkshochschulen hätte das Konzept einen gravierenden Verlust an Einflussnahme auf Programm und Dozenten bedeutet, erklärte Michael Wiencke-Bimesmeier von der Rathaus-Verwaltung. Deshalb sei es hinterfragt worden, eine Änderung zugunsten von "mehr Gleichberechtigung" sei für Eching aber nicht in Betracht gekommen. Die dortige VHS habe deshalb die Zusammenarbeit "ohne vorherige Rücksprache mit den anderen Beteiligten" aufgekündigt.

Es gebe "zwei Lesarten der Sachlage" und "wer was gesagt hat", deutete dagegen Maximilian Heumann (SPD) an. Er hätte einen größeren Verbund bevorzugt und fand es "schade, dass ein zwei Jahre laufender, gut vorbereiteter Prozess leichtfertig beendet" worden sei. Leichtfertig sei das keinesfalls geschehen, versicherte Bürgermeister Franz Heilmeier (Grüne), aber "wir konnten mit der Konzeption nicht mitgehen". Am Ende votierten neben Heumann nur drei weitere Gemeinderäte gegen die Zweckvereinbarung.

© SZ vom 30.11.2020 / bg
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