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Naturschutz:Rücksicht nehmen

BN bittet, massive Eingriffe in Hecken und Säume zu unterlassen

Der Bund Naturschutz (BN) ist zurzeit besorgt über die Gehölz- und Vegetationspflege und bittet um Rücksichtnahme. Schönes Wetter und Homeoffice, das sei für die Natur manchmal eine schädliche Kombination, heißt es in einer Presseerklärung. In jüngster Zeit meldeten sich viele Bürger und Bürgerinnen über viel zu späte Gehölzarbeiten und massive Eingriffe in Hecken und Säume. Oft werde nicht beachtet, dass diese Arbeiten nach dem 1. März nicht mehr erlaubt sind. Diese intensive Pflege sei eine bedeutende Ursache für den Rückgang bei Insekten, Vögeln und vielen anderen Arten. Der BN bittet deshalb alle um Rücksichtnahme und empfiehlt zum Erhalt der Natur-Vielfalt Folgendes:

Keine Gehölzarbeiten nach dem 1. März, Reisig- und Holzhaufen sollte man belassen und "Ramadama-Aktionen" vom Frühjahr in den Herbst verlegen. Mulchen - seien es Gehölze oder Wiesen - sei die schädlichste Form der "Pflege". Damit werde fast alles abgetötet und zudem die Vielfalt an Blumen drastisch gesenkt. Oft breiteten sich auf solchen Flächen nur invasive Arten wie die Goldrute aus. Mulchen sollte darum unterlassen werden.

"Vögel und Insekten brauchen jetzt Ruhe, Blüten und Lebensraum," sagt der Freisinger BN-Kreis-Vorsitzende Wolfgang Willner. So könnten alle, die draußen aktiv sind, ihren Beitrag zur Artenvielfalt leisten und im Sommer den Schmetterlingen zuschauen.

© SZ vom 30.04.2020 / sz

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