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Allershausen:Neuer Grünen-Ortsverband

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Der grüne Ortsverband: (v. l.) sitzend Lena Berchtold, Alexandra Bolle, Renate Lugmeier, erste Reihe Tom Schmidt, Max Raith, Renate Vogt, dahinter Stefan Hiesinger, Thorsten Klenke, Tomi Skaric, Artjom Baranov, auf dem Stein Hendryk Rusin, Nicht im Bild Oliver Krauthäuser.

(Foto: Alexander Salomon/oh)

Die Basis der Partei wird breiter, im Landkreis Freising gibt es nun zehn Ortsverbände.

Von Petra Schnirch, Allershausen

Im Landkreis Freising gibt es einen weiteren Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen. Er ist am Donnerstagabend in Allershausen gegründet worden. Geleitet wird er in den kommenden beiden Jahren von Alexandra Bolle und Max Raith. Als Beisitzerinnen und Beisitzer stehen ihnen Lena Berchtold, Renate Lugmeier und Tomi Skaric zur Seite. Mit zwölf Gründungsmitgliedern hat der Ortsverband bereits eine solide Basis.

Alexandra Bolle hatte für den Posten der weiblichen Vorsitzenden keine Gegenkandidatin, Max Raith setzte sich mit elf zu fünf Stimmen gegen Thorsten Klenke durch. Beide sind in der Kommunalpolitik keine Unbekannten. Raith gehört dem Gemeinderat seit 2014 für die Parteifreien Wähler an - und das wird bis zum Ende der Amtsperiode 2026 wohl auch so bleiben. Das sei mit dem Gemeindetag und dem Landesverband der Grünen abgestimmt. Auch für die Parteifreien sei es nie ein Problem gewesen, dass er seit 1984 Mitglied der Grünen sei. In fünf Jahren könnte dann womöglich eine neue Fraktion im Gemeinderat dazukommen. Klenke war 2020 noch als Bürgermeisterkandidat für die SPD angetreten.

Gegen ein "bedingungsloses Mehr und Weter"

Das Führungsduo stellte sich bei dem Online-Treffen kurz vor. Alexandra Bolle arbeitet als freie Dozentin und Trainerin. Sie sei seit eineinhalb Jahren bei den Grünen, weil es ihr wichtig sei, einen Gegenpol zu einem "bedingungslosen Mehr und Weiter" zu setzen - und zu der "Tendenz, über Menschen hinwegzugehen". Als ein Beispiel nannte sie den Flughafen. Auch Gleichberechtigung sei ihr ein Anliegen. "Die Grünen sind für mich die Partei, die das Thema nicht nur auf dem Papier stehen haben." Gerade im ländlichen Raum gebe es häufig noch ein "Schubladendenken" bezüglich grüner Politik. Als Ortsverband könne man diese sichtbarer machen - und erklären, "warum gewisse Dinge verändert werden sollten und müssen", sagte Bolle.

Max Raith ist in der Gemeinde und in der Kirche gut vernetzt. Einer seiner Themenschwerpunkte ist die Energiepolitik. In der vergangenen Amtsperiode des Gemeinderats war er Energiebeauftragter, seit vergangenem Jahr leitet er den neuen Beirat Energie und Umwelt. Über diesen wiederum könne man auch Einfluss auf den Gemeinderat nehmen. Freiflächen-Fotovoltaikanlagen habe dieser bisher immer mehrheitlich abgelehnt. Eventuell könnte man dazu ein Bürgerbegehren initiieren, schlug Raith vor - und so das Thema über die Bürgerinnen und Bürger wieder in den Gemeinderat bringen.

Ein Scheck für erste Aktionen

Beisitzerin Lena Berchtold sind Natur-, Umwelt- und Tierschutz wichtige Anliegen. Mit 19 Jahren ist die Studentin die Jüngste im Vorstand. Renate Lugmeier sagte, sie habe nicht mehr mit ansehen können, dass die Kinder auf die Straße gehen müssen, um für den Klimaschutz zu kämpfen, weil die Erwachsenen nichts zustande brächten. Tomi Skaric ist als Stadtplaner Fachmann für Ortsentwicklung.

Landtagsabgeordneter Johannes Becher sagte zur Neugründung: Er denke, das werde Allershausen "gut tun" und auch den Grünen im Landkreis. Kreisvorsitzender Max Breu kündigte als Anschub für erste Aktionen einen Scheck über 500 Euro an.

© SZ vom 12.06.2021/psc
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