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Freisinger Köpfe:"Eine sinnvolle und reizvolle Aufgabe"

Die Tafel ist unter der Leitung von Peter Bach moderner geworden.

Gudrun Regelein, Freising

(Foto: Marco Einfeldt)

Eigentlich wollte sich Peter Bach vor neun Jahren nur nach einer sinnvollen Beschäftigung für seinen Ruhestand umschauen. Und da seine Frau sich schon damals bei der Tafel Freising engagierte, sei auch er dort gelandet, erzählt Bach. Angefangen hat er noch im gleichen Jahr als Helfer, daraus wurde aber bald mehr: 2015 wurde er zum Vorsitzenden gewählt. Vor Kurzem gab er dieses Amt nach guten fünf Jahren ab. "Es war eine sinnvolle, eine reizvolle Aufgabe", sagt Peter Bach. "Ich konnte etwas gestalten und bewegen."

Relativ viel sei in seiner Amtszeit bei der Freisinger Tafel verändert worden: "Die Tafel ist mehr in der Zeit angekommen, sie ist moderner geworden", bilanziert Bach. Sein großes Anliegen, die Digitalisierung und die vollständige Umstellung auf EDV, sei gelungen. Schon vor zwei Jahren wollte Peter Bach, damals war er 71 Jahre alt, das Amt des Vorsitzenden abgeben - aber es fand sich kein Nachfolger. So erklärte er sich doch noch einmal bereit, die Geschicke des Vereins zwei Jahre lang weiterzuführen, und blieb auch in diesem Jahr, da die Mitgliederversammlung coronabedingt um einige Monate verschoben werden musste, noch kommissarisch im Amt. Verabschiedet wurde er Mitte Juli. "Es war an der Zeit", sagt Bach.

Nach Freising kam Bach 1969 als Student

Geboren wurde Bach im Landkreis Weilheim. 1969 kam er zum Studium nach Freising, als Fach wählte er Landwirtschaft mit Schwerpunkt Betriebswirtschaft. Danach war er fünf Jahre lang Assistent am Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Landbaus und promovierte dort. Anschließend trat er in den Staatsdienst ein. Die Betriebsberatung für landwirtschaftliche Unternehmen war über viele Jahre hinweg seine Aufgabe. 2004 wechselte er zur Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten nach Landshut, dort übernahm er die stellvertretende Leitung. 2012 trat er schließlich in den Ruhestand.

Seit 1983 lebt Peter Bach mit seiner Frau in Langenbach. Dort fühlt er sich inzwischen "daheim", wie er sagt. Dass er nun wieder mehr Zeit hat, werde er genießen. Große Pläne aber hat er nicht: "Wir werden sehen, was die Gesundheit zulässt." Die neuen Pedelecs zumindest stehen für Ausflüge bereit.

© SZ vom 03.08.2020 / regu/av

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