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Freisinger Köpfe:In der Hallertau eine Minderheit

Pfarrerin Sophie Schuster.

(Foto: Marco Einfeldt)

Pfarrerin Sophie Schuster kümmert sich um 1500 evangelische Gläubige

Vor drei Jahren hat Pfarrerin Sophie Schuster () die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Au übernommen. In ihrer ersten Stelle nach dem zweieinhalbjährigen Vikariat ist sie nun für alle evangelischen Gläubigen im Gebiet von Au, Nandlstadt, Rudelzhausen, Wolfersdorf und Attenkirchen mit etwa 1500 Kirchenmitgliedern zuständig. Sie fühle sich ein wenig wie in der Diaspora, in diesem großen Gebiet, in dem die allermeisten Menschen der katholischen Kirche angehören, sagt Schuster.

Ihr Standort ist in Au, wo es eine kleine, evangelische Kirche und ein evangelisches Gemeindezentrum gibt. Es sei heuer schwierig gewesen, sich dort wegen der Corona-Auflagen zu treffen, aber sie habe sehr gute Kontakte zu ihren katholischen Kollegen Pfarrer Heller in Au und Pfarrer Rauscher, der für Attenkirchen, Nandlstadt und Wolfersdorf zuständig ist, so dass sie ab und zu in den katholischen Kirchen evangelische Gottesdienste feiere, sagt Schuster.

Die Pfarrerin stammt aus einer evangelisch-katholischen Familie, in der schon immer Ökumene gelebt werde, wie sie sagt. Daher liege ihr das Gemeinsame von evangelischem und katholischem Glauben besonders am Herzen und es sei ihr wichtig herauszufinden, wie und wo man etwas gemeinsam machen könnte. Regelmäßig organisierte Schuster beispielsweise mit ihren katholischen Kollegen ökumenische Kindergottesdienste. Natürlich gebe es Unterschiede in den beiden Glaubensrichtungen, "das Abendmahl werden wir nicht gemeinsam feiern", stellt Schuster fest.

© SZ vom 28.12.2020 / ka
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