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Freisinger Köpfe:Gern in der Natur unterwegs

FREISING: Fabian Eichhorn - Kiebitz-Beauftragter am Beobachtungsturm bei Vötting / MONTAGSGESPRÄCH

Fabian Eichhorn.

(Foto: Johannes Simon)

Fabian Eichhorn ist Projektbetreuer im Landschaftspflegeverband.

Kiebitze mag Fabian Eichhorn besonders gerne. Nicht nur wegen ihres Aussehens, sondern auch wegen ihres Verhaltens. Die Vögel verteidigen sich nämlich in Schwärmen gegen Raubvögel - und das, so sagt der Projektleiter beim Landschaftspflegeverband Freising, sei doch ein schönes Sinnbild. "Dafür, dass man gemeinsam mehr erreichen kann - und das leben die Kiebitze vor." Das zu vermitteln und Interessengruppen zusammenzubringen, gehöre zu seiner täglichen Arbeit, sagt der 37-Jährige.

Geboren wurde Fabian Eichhorn in München, seine Kindheit verbrachte er am Ammersee und war schon damals viel im Vogelschutzgebiet Ampermoos unterwegs. "Ich habe mich schon als Kind sehr für die Natur und die Vögel interessiert", sagt er. Auch nach dem Abitur verlor er dieses Interesse nicht - und studierte Ökologie und Biodiversität in Salzburg. Nach einem Praktikum in einer Umweltforschungsstation in Honduras kam er 2008 nach Freising, um an der Technischen Universität München (TUM) seinen Master zu machen. "Danach stand ich vor der Entscheidung, ob ich mich beruflich ins Ausland orientieren will oder in Bayern bleibe." Eichhorn entschied sich für Bayern und hatte die Möglichkeit, beim Landschaftspflegeverband Freising in einem Projekt mitzuarbeiten, das sich mit den Wiesenbrütergebieten beschäftigte. Seit fünf Jahren ist er nun Projektleiter bei dem Verein, sein Arbeitsschwerpunkt ist der Moor- und Artenschutz.

In seiner Freizeit ist Fabian Eichhorn gerne und oft draußen in der Natur unterwegs. Nicht nur, aber auch, um Vögel zu beobachten. Wie Kiebitz und Co. ihre Zeit im Frühjahr im Freisinger Moos verbringen, wisse er. "Spannend wäre es, einmal zu sehen, was sie während der anderen Zeit des Jahres machen", sagt Fanian Eichhorn. Eine Reise zu ihrem Winterquartier in Afrika, Albanien oder Portugal würde ihn reizen, "am meisten ja Afrika".

© SZ vom 15.03.2021 / regu
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