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Freimann:Ein Teil ist geschafft

In der Fröttmaninger Heide wird 2020 ein Sektor für Spaziergänger freigegeben

Erholungssuchenden, die gerne die südliche Fröttmaninger Heide durchstreifen, steht wohl kommendes Jahr zumindest ein Teil des weitläufigen Naturschutzgebiets für einen Spaziergang offen - und zwar ein siedlungsnaher Sektor, der qua Naturschutzverordnung explizit für das "freie Betreten" vorgesehen ist: Wie der Heideflächenverein mitteilt, ist ein Streifen der "Umweltbildungszone", westlich des Heidehauses beim U-Bahnhof "Fröttmaning", von Kampfmitteln befreit worden - nun wird eine Landschaftsbaufirma von Ende Oktober bis Jahresende die ökologische Aufwertung des 20 Hektar großen Segments angehen.

Dies bedeutet den Angaben zufolge auch, dass Gehölze gefällt werden müssen. Unter anderem müssten, so heißt es, einige Kiefern entnommen werden. Es geht dabei darum, sogenannte Habitatstrukturen für die licht- und wärmeliebenden Heidepflanzen und Tiere, etwa Zauneidechse und Wechselkröte, zu schaffen. Auf diesen Flächen soll auch Magerrasen entwickelt sowie ideale Bedingungen für seltene Amphibien geschaffen werden. Flankierend dazu will der Heideflächenverein den bestehenden Lehrpfad am Heidehaus verlängern, also weitere Infotafeln aufstellen.

Ferner soll der große Schuttberg, der sich derzeit noch als Überrest alter Militärbaracken westlich des Heidehauses auftürmt, abgetragen werden - allerdings nicht komplett. "Große Betonblöcke sollen als Aussichtsplattform mit Blick in die Schutzzone der Heide und als Sitzgelegenheiten verbaut werden", verspricht die Geschäftsführerin des Heideflächenvereins, Christine Joas.

Weite Teile der Heidelandschaft sind derzeit für die Öffentlichkeit gesperrt. Das Gebiet ist großflächig mit explosiven Altlasten belastet. Das 20 Kilometer lange Wegenetz ist unterdessen bereits von Altlasten befreit und gefahrlos begehbar. Das Räumkonzept für das Gesamtareal - also welche Segmente in welchem Umfang belastet sind und welche Bereiche zuerst geräumt werden - soll diesen Herbst fertig sein, hieß es zuletzt.