Freimann:Aktiv bleiben

Gruppenausstellung
„gruppe4+“ Mohr Villa Freimann

Werke der Künstler der "Gruppe 4+".

(Foto: Mohr-Villa/oh)

Die Künstler der "Gruppe 4+" zeigen ihre Werke online

Wish You Were Here, diesen Titel bringt man unter anderem mit Pink Floyd-Sound oder einer britischen Tragikomödie aus den Achtzigern in Verbindung. Gleichzeitig beschreibt er aber auch ein Gefühl, das bei vielen im Lauf des außergewöhnlichen Jahres 2020 entstanden ist: Lockdown und Isolation, Distanz und Sehnsucht. Auch für die Künstlerinnen und Künstler der "Gruppe 4+" war der Satz bezeichnend und passend zugleich für die Corona-Zeit und wurde so zum Ausstellungstitel. "Das Wichtigste für mich an dieser Ausstellung ist, dass wir selbst alle aktiv bleiben. Dass auch Corona es nicht schafft, uns kreativ auszubremsen oder gar zu stoppen", sagt Josef Klingshirn, einer der vier Mitglieder der Gruppe. Besonders auf Reisen durch West-, Zentral- und Ostafrika sammelte er Eindrücke von rituellen Zeremonien, Maskentänzen und farbenfrohen Märkten - aber auch von Kriegen, Hungersnöten und Krankheiten, die er in seinen Werken verarbeitet (Foto: linker Streifen). Dieter Berndl wiederum ist fasziniert von zelluläre Strukturen, die immer in Bewegung zu sein scheinen (Foto: zweiter Streifen von links). Für die Architekturfotografin Christine Renner standen ihre Aufnahmen in direkten Zusammenhang mit Corona: Leere Räume, verlassene Tribünen und unbesetzte Stühle, die alle an die neue und ungewohnte Form des Stillstands erinnern (Foto: zweiter Streifen von rechts). Hilo Fuchs, die Vierte im Künstler-Bund, ergänzt die Ausstellung mit Drucken und Malereien aus ihren "Laborarbeiten", wie sie die hauchdünnen und mit Nadeln aufgesteckten Papierblätter bezeichnet. Jeder der "Gruppe 4+"-Mitglieder hat 36 Arbeiten, jeweils im Format 15 mal 15 Zentimeter beigesteuert, die dann auf eine zwei Meter lange Stoffbahn montiert wurden und nun als gemeinschaftliche Installation zu sehen sind. Durch die gleichförmige Präsentation entsteht beim Betrachter eine gewisse optische Harmonie - trotz der unterschiedlichen Kunststile. Wish you were here ist noch bis Ende Januar als virtuelle Ausstellung in der Mohr-Villa zu besuchen, bei der auch Werke von weiteren Gastkünstlern zu sehen sind. Musikalisch untermalt ist das Video bis 31. Januar unter www.mohr-villa.de zu sehen.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB