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Freiham:Gewerbehof geplant

Schon 2025 sollen im Süden des Stadtteils die ersten Mieter einziehen

Von Ellen Draxel, Freiham

In Freiham-Süd soll voraussichtlich von 2023 an ein Gewerbehof entstehen. Das hat der Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft in seiner Sitzung am Dienstag einstimmig beschlossen. Errichtet werden soll er an der Centa-Hafenbrädl-Straße 50, auf einer Fläche, auf der sich bislang noch eine Flüchtlingsunterkunft befindet, für die der Mietvertrag ausläuft. Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) rechnet damit, dass bereits nach zweijähriger Bauzeit die ersten Gewerbemieter einziehen können.

Gewerbehöfe, von denen es in München seit Auflage des Programms vor 27 Jahren mittlerweile neun mit rund 450 Betrieben als Mieter gibt, sind laut Baumgärtner "mit das erfolgreichste Beispiel der Mittelstandspolitik der Landeshauptstadt". Sie bieten Flächen für klassisches Gewerbe - und damit auch Platz für neue Produkte, für innovative, insbesondere auch handwerkliche Ideen. Zugleich ermöglichen sie Existenzgründern einen schnellen und unkomplizierten Start in die berufliche Selbständigkeit. Das soll auch in Freiham so sein: Den bewährten Branchenmix mit Schwerpunkten in Produktion und Handwerk dürfte auch die Bauherrin und künftige Betreiberin des Gewerbehofs Freiham, die Firma Münchner Gewerbehöfe (MGH), eine Tochtergesellschaft der Stadt, anstreben. Der Wirtschaftsreferent weist aber darauf hin, dass an diesem Standort "aufgrund der Nähe zum Technologiepark Freiham zudem Unternehmen des Life-Sciences- und des Informations- und Kommunikationssektors zu den potenziellen Mietinteressenten gezählt werden können".

Laut einer Strukturanalyse ist der Standort ideal: Freiham liegt nicht nur direkt an der Autobahn und der Bodenseestraße Richtung Innenstadt, es verfügt auch über einen S-Bahn-Anschluss, die Verlängerung der U-Bahnlinie 5 ist geplant. Der Baubeginn dieser U-Bahn-Verlängerung könnte laut Baumgärtner "im Optimalfall im Jahr 2027 erfolgen".

© SZ vom 11.11.2020
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