Feldmoching Wachstumsschub für Feldmoching

Bauträger wollen auf 23 Hektar ein Wohngebiet entwickeln

Von Simon Schramm, Feldmoching

In den nächsten zehn Jahren soll auf der Fläche der so genannten Bergwacht-Siedlung in Feldmoching ein neues Wohnquartier entstehen. Nach längeren Verhandlungen zwischen der Stadt und den Eigentümern kam es nun zu einer Einigung; beide verkünden, dass die Stadt und zwei Bauträger das Gelände zwischen Lerchenauer Straße und Lerchenstraße gemeinsam entwickeln wollen. Der Stadt gehören 47 Prozent der Flächen, der Rest ist Eigentum eines Zusammenschlusses der Münchner Immobilienunternehmen Bayerische Hausbau und Concept Bau. Der Name des Projekts soll "Wohnpark Lerchenauer Feld" lauten. Wie viele Wohnungen entstehen sollen, können die Projektplaner nach eigenen Angaben noch nicht bekannt geben.

Wenn der Stadtrat im kommenden Jahr zustimmt, soll ein städtebaulicher Wettbewerb ausgelobt werden; die Ergebnisse werden für 2019 erwartet. Ein Bebauungsplan für das 23 Hektar große Gebiet könne dann Anfang des kommenden Jahrzehnts erstellt werden, heißt es. Erschließung und Bauarbeiten sollen in der ersten Hälfte des kommenden Jahrzehnts erfolgen. In ihrer Mitteilung zur Bebauung äußern die Projektplaner das Vorhaben, die Bevölkerung frühzeitig zu beteiligen und sichern Transparenz zu. Dafür seien Informationsveranstaltungen, Begehungen und Ausstellungen vorgesehen. Die Ergebnisse des städtebaulichen Wettbewerbs, aber auch von Gutachten, die im Verfahren zum Bebauungsplan erstellt werden, sollen mit den Einwohnern diskutiert werden. Eine Untersuchung soll beispielsweise ergeben, wie sich die Bebauung auf den Verkehr im Viertel auswirkt. Festgelegt ist bereits, dass eine neue Schule entstehen soll, womöglich ein Gymnasium. Geplant sind im Quartier auch Kitas, Nahversorger und Grünflächen.

Das "Lerchenauer Feld" ist die dritte größere Neubausiedlung in Feldmoching. Auch im Norden des Viertels und um den Bahnhof herum sind neue Wohnquartiere geplant. Offen ist immer noch, was aus dem Großprojekt "Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Nord" wird. Von Bürgermeister Josef Schmid (CSU) war zuletzt zu hören, dass der Stadtrat wahrscheinlich im Herbst darüber entscheiden werde.