Feldmoching/Hasenbergl Oberschleißheim als Innenraum-Station

Der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) steht vor einer seiner wohl wichtigsten Reformen: Das Tarif- und Ticketsystem soll vereinfacht und vereinheitlicht werden. Herzstück der Maßnahmen: Statt 16 Ringen und vier Zonen soll es künftig sieben Tarifkreise geben, die ersten vier Ringe sollen zu einem Innenraum München zusammengefasst werden, an dem wahrscheinlich auch Stationen aus dem bisherigen Außenbereich angerechnet werden. Einige Landkreise werden vom neuen Ticket-System profitieren, der Bezirksausschuss Feldmoching-Hasenbergl ist allerdings verärgert: Auf der Strecke der S 1 soll die Tarifgrenze an Feldmoching bestehen bleiben, weil das eine "gravierende Ausweitung" sei, schreiben die Planer in der Beschlussvorlage zur Reform - den Innenraum auf die Station Oberschleißheim auszuweiten sei aber seit Langem Forderung im Viertel, merkte der Bezirksausschuss-Vorsitzende Markus Auerbach (SPD) in der jüngsten Sitzung an, und etwa in Form von mehreren Bürgerversammlungsanträgen verlangt worden.

Das Bürgergremium beharrt auf seinem Wunsch. Hintergrund der Forderung ist es auch, dass sich mit der Ausweitung der Tarifgrenze der Park-and-ride-Verkehr nach außen verlagern könnte. Auerbach erhofft sich, dass mehr Pendler aus dem Landkreis auf diese Art in die Innenstadt fahren, wenn die Abfahrt in Oberschleißheim als Innenraum-Station für sie günstiger werde. Damit würden sich auch die Staus im Münchner Norden verringern, meint Auerbach. Dies sei auch angesichts des Verkehrswachstums im Münchner Norden notwendig, Auerbach nannte als Beispiel die Erweiterungen der Autobahnstrecken im Norden.