Gymnasium Feldmoching:Schüler sollen enger zusammenrücken

Gymnasium Feldmoching: Zu wenig Platz: Schulen an der Georg-Zech-Allee in Feldmoching.

Zu wenig Platz: Schulen an der Georg-Zech-Allee in Feldmoching.

(Foto: Robert Haas)

Der Bezirksausschuss hat für das Interimsgymnasium Feldmoching neue Standorte vorgeschlagen. Doch im Planungsreferat ist man nicht überzeugt davon.

Von Jonas Wagner

Der Bezirksausschuss Feldmoching-Hasenbergl hat zwei neue Standorte für das Interimsgymnasium vorgeschlagen, nachdem die Stadtverwaltung die Erweiterung auf dem Lerchenauer Feld abgelehnt hatte. Die Schule an der Georg-Zech-Allee braucht mehr Platz. Der könnte nach Ansicht des Stadtteilgremiums auf dem Parkplatz an der Mehrzweckhalle geschaffen werden. Würden dort Container in Stelzenbauweise aufgestellt, könnte die Fläche weiterhin zum Parken genutzt werden, heißt es in dem fraktionsübergreifenden Antrag von CSU, München-Liste, FW/ÖDP und FDP, den der Bezirksausschuss einstimmig verabschiedete. Alternativ könnten die Container auf der freien Fläche neben der Mehrzweckhalle zwischen Sportplatz und Fasaneriesee platziert werden. An diesem Standort soll nach dem Willen der Lokalpolitiker auch eine Leichtbauhalle mit Fußballfeld errichtet werden. Wegen des Sportunterrichts am Gymnasium und Elternabenden sowie schulischen Informationsveranstaltungen würden "die Sportvereine im 24. Stadtbezirk immer stärker aus der Mehrzweckhalle an der Georg-Zech-Allee verdrängt", heißt es im Antrag.

"Grundsätzlich begrüßen wir jeden Vorschlag, den Kindern schnell mehr Plätze zur Verfügung zu stellen", sagt Sebastian Ritz von der Elterninitiative "Ausbau Gym 24", die sich für mehr Gymnasialplätze in Feldmoching-Hasenbergl einsetzt. Im vergangenen Jahr wiesen die Eltern mit einer Online-Petition und einem offenen Brief an Oberbürgermeister Dieter Reiter auf den drohenden Platzmangel an Gymnasien hin. Doch passiert ist Ritz zufolge so gut wie nichts. "Wir bekommen überhaupt keine Informationen mehr", sagt er. "Ich persönlich habe nicht das Gefühl, dass die Stadt unser Anliegen ernst nimmt."

Es gilt als unwahrscheinlich, dass die Forderung nach einer Erweiterung des Gymnasiums erfüllt wird. Das Bildungsreferat hält beide vorgeschlagenen Standorte für ungeeignet. "Die Breite des Parkplatzes lässt die gängige Modulbauweise nicht zu", sagt ein Referatssprecher. Außerdem gebe es keine Ersatzflächen für wegfallende Parkplätze. Zudem könne der notwendige Abstand der Bebauung zu den Bäumen, die das Areal umrunden, wohl nicht eingehalten werden.

Auch den Bereich zwischen Sportplatz und Fasaneriesee hält die Stadtverwaltung für problematisch. Das Areal sei bereits überprüft worden, sagt der Sprecher. "Nach Aussage des Planungsreferats handelt es sich bei der Fläche um eine öffentliche Grünfläche, die als Erholungsfläche dienen soll." Wollte man dort Container aufstellen, müsste man einige Bäume auf dem stark begrünten Grundstück fällen und zudem Befreiungen vom Bebauungsplan erteilen. Dafür gebe es auch aus dem Planungsreferat keine Unterstützung.

Der drohende Mangel an Gymnasialplätzen soll durch das sechszügige Gymnasium am Lerchenauer Feld behoben werden. Der Schulbetrieb dort startet allerdings erst zum Schuljahr 2027/28. Der Andrang auf die vorhandenen Gymnasien solle bis dahin auf bereits vorhandene Räume verteilt werden, erklärt der Referatssprecher. "Eine Erweiterung für einen solch kurzen Zeitraum ist nicht zielführend."

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