Sportentwicklungskonzept:Visionen und Leitziele

Sportentwicklungskonzept: Die Fußballplätze des TSV Dorfen an der Buchbacher Straße liegen mitten in der Stadt - was nicht alle gut finden.

Die Fußballplätze des TSV Dorfen an der Buchbacher Straße liegen mitten in der Stadt - was nicht alle gut finden.

(Foto: Renate Schmidt)

Im Zwischenstandbericht "Dorfen plant seine Zukunft des Sports" wird vieles umschrieben. Was das aber alles konkret bedeutet, wird erst im Juli im Stadtrat erläutert.

Von Florian Tempel, Dorfen

Seit Jahren wird in Dorfen eine Verlagerung von mehreren Sportstätten und ihr gemeinsamer Neubau am Stadtrand diskutiert. Wirklich vorangegangen ist seitdem aber nichts. Von außen betrachtet, ist kaum noch klar, was eigentlich Stand der Dinge ist. Es gibt einen bald sechs Jahre alten Beschluss, das Freibad, die Fußball- und Tennisplätze sowie die Eishockeyhalle aus der Innenstadt heraus und an den südlichen Stadtrand bei Rutzmoos zu verlagern. Daneben ist aber seit einem Jahr auch ein sogenanntes Integriertes Sportentwicklungskonzept (ISPEK) in Arbeit. Eine Presseerklärung aus dem Dorfener Rathaus versucht, dazu eine Art Zwischenstand zu melden. Das gelingt jedoch nicht besonders gut. Die Mitteilung verliert sich in Vorgangsbeschreibungen und Absichtserklärungen. Konkrete Ergebnisse sind ihr nicht zu entnehmen.

Unter dem Titel "Dorfen plant seine Zukunft des Sports" heißt es, das "übergeordnete Ziel" sei es, "Dorfen als sport- und bewegungsfreundliche Stadt zu entwickeln". Wobei man an alle Bevölkerungsgruppen denke und ihnen "ein attraktives Sport- und Bewegungsangebot" machen wolle. Das ISPEK "soll dazu beitragen, am Bedarf orientierte Sport- und Bewegungsflächen zu schaffen und der Stadtpolitik Hinweise zu möglichen Investitionen geben". Das klingt nicht schlecht.

Die Arbeit am Integrierten Sportentwicklungskonzept habe mit einer Umfrage begonnen, heißt es weiter. Vor knapp einem Jahr "wurden 5000 Dorfener Bürger im Alter ab zehn Jahren per Zufall ausgewählt, angeschrieben und gebeten, an einer Online-Befragung teilzunehmen". Man erfährt, dass "die Befragung großen Anklang gefunden" habe, was sich an einer Rücklaufquote von 26 Prozent festmachen lasse, sonst aber nichts Weiteres dazu. Es sei aber eh nur ein "erster Schritt" gewesen.

Allen sportlich Aktiven sollen attraktive Möglichkeiten gegeben werden

Nach der Umfrage wurde ein "Lenkungskreis" einberufen, dem 35 Personen aus der Stadtpolitik- und der Verwaltung, aus Vereinen, Kitas und Schulen angehören. Die Lenkungsgruppe hat bislang dreimal getagt und offenkundig alles Mögliche besprochen. In der Pressemitteilung steht: "Mit dem breiten Spektrum an unterschiedlichem Expertenwissen wurde dem Ziel Rechnung getragen, allen, die sportlich aktiv sind oder es werden möchten, zukünftig attraktive Möglichkeiten zu bieten. Die Sitzungen zur Erarbeitung des Konzepts wurden sehr gut angenommen." Und weiter: "Unter Zugrundelegung der Datenbasis aus der Befragung wurden in Gruppen Visionen zur Entwicklung der sportlichen Angebote in Dorfen erarbeitet und gemeinsam diskutiert. In einer vertiefenden Betrachtung wurde auf Grundlage der örtlichen Rahmenbedingungen die Umsetzbarkeit dieser Visionen geprüft."

Herausgekommen sind dabei 15 "Leitziele". Da heißt es etwa, "das vorhandene, breit angelegte Sport- und Bewegungsangebot wird punktuell ergänzt" oder "in Dorfen kann weiterhin Schwimmsport ausgeübt werden". Weiter liest man, "der Eissport soll in Dorfen weiterhin möglich sein", "der Tennissport in Dorfen wird erhalten und weiterentwickelt" und "für den Vereins-organisierten Fußballsport stehen bedarfsorientiert Flächen zur Verfügung, die ganzjährig genutzt werden können". Soweit der Zwischenstandbericht. Was das alles genau bedeuten mag, soll Anfang Juli im Stadtrat erläutert werden.

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