Kostenexplosion:Klinikmodernisierung in Dorfen wird deutlich teurer

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Kostenexplosion: Der Klinikstandort Dorfen soll 2023 modernisiert werden. Das wird deutlich teurer als ursprünglich geplant.

Der Klinikstandort Dorfen soll 2023 modernisiert werden. Das wird deutlich teurer als ursprünglich geplant.

(Foto: Renate Schmidt)

Bislang war der Landkreis von einer Kostenberechnung in Höhe von 3,4 Millionen Euro ausgegangen. Die Ausschreibung hat nun allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht: Die Gesamtkosten belaufen sich nun auf 4,3 Millionen Euro.

Von Thomas Daller, Dorfen

Der Klinikstandort Dorfen soll 2023 modernisiert werden. Die Patientenzimmer im ersten Obergeschoß sollen barrierefrei werden, zusätzlich soll dort ein Aufenthaltsraum und ein Therapieraum geschaffen werden. Im Dachgeschoß werden vier bis sechs Büroarbeitsplätze errichtet, der Aufzug wird erneuert und eine neue Lüftungsanlage eingebaut. Bislang war der Landkreis von einer Kostenberechnung in Höhe von 3,4 Millionen Euro ausgegangen. Die Ausschreibung hat nun allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht: Die Gesamtkosten belaufen sich nun auf 4,3 Millionen Euro.

Der Kreisausschuss für Bauen und Energie befasste sich in der vergangenen Sitzung mit den Mehrkosten in Höhe von rund 900.000 Euro. Abteilungsleiter Matthias Huber sagte, die Auswertung der Ausschreibung sei zu dem Ergebnis gekommen, dass man zu verschiedenen Gewerken entweder gar keine Angebote erhalten habe oder die Gewerke, zu denen man Angebote erhalten habe, "um bis zu 600 Prozent entgegen der Kostenberechnung überhöht waren". Huber nannte das "erschreckende Ergebnisse, jenseits von gut und böse".

Die höchsten Kostensteigerungen betreffen die Gewerke Heizung, Lüftung und Sanitär

Die höchsten Kostensteigerungen beträfen die Gewerke Heizung, Lüftung und Sanitär. Als Gründe nannte Huber die enorme Auslastung der Firmen sowie die Folgen von Corona und dem Ukrainekrieg und den daraus resultierenden Preissteigerungen. Man habe daher die erste Ausschreibung aufgehoben und erneut ausgeschrieben. Bei der zweiten Ausschreibung habe man einen größeren Rücklauf erhalten, die auch näher an die Kostenberechnungen heranreichten. Jedoch lagen sie immer noch über den Kostenberechnungen der Architekten und Fachplaner.

Der Kreisausschuss akzeptierte die Mehrkosten einstimmig und ohne jegliche Diskussion. Die Mehrausgaben sind im Wirtschaftsplan des Klinikums für 2023 vorgesehen. Mit dem Bau soll im Frühjahr 2023 begonnen werden. Der Abschluss soll laut Plan im Spätherbst kommenden Jahres erfolgen.

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