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Bilanz:Stadtradeln 2020 in Ebersberg: Tour de Glanz

Auch der Arbeitskreis Energie Oberpframmern hat Touren organisiert - Bürgermeister Andreas Lutz war dabei mit von der Partie.

(Foto: privat)

1885 Ebersberger Landkreisbürger beteiligen sich an der vierten Auflage der Aktion. Dieses Jahr soll die schönste Strecke gekürt werden.

Von Antonia Voelzke, Ebersberg

Bereits zum vierten Mal hatte die Energieagentur Ebersberg im Rahmen der bundesweiten Aktion "Stadtradeln" zum gemeinsamen Fahrradfahren aufgerufen. In Teams oder als Einzelpersonen sind die Ebersberger Landkreisbürger insgesamt 470 421 Kilometer geradelt und haben dabei 69 Tonnen CO₂ eingespart. Der Wettbewerb ging vom 28. Juni bis zum 18. Juli. Während es im vergangenen Jahr zusätzlich einen Fotowettbewerb gegeben hatte, wird heuer die schönste Radtour gekürt.

Unter dem Motto "Radeln für ein gutes Klima", schwangen sich heuer 1885 Ebersberger auf ihre Fahrräder, um am Wettbewerb teilzunehmen. "Es waren heuer deutlich mehr als letztes Jahr", sagt Lisa Huber, Stadtradeln-Koordinatorin bei der Energieagentur Ebersberg-München. Huber vermutet, dass die steigende Teilnehmerzahl auch mit der Corona-Krise zusammenhängt. "Ich denke, viel mehr Leute fahren seit Corona Fahrrad und überlegen sich, wie sie den Urlaub hier im Landkreis genießen können", sagt Huber.

Daneben gebe es bei der Aktion Stadtradeln auch einen gewissen Schneeballeffekt. Viele Teilnehmer der vergangenen Jahre hätten andere in ihrem Umfeld motiviert, dieses Jahr auch einmal mitzumachen, so Huber. Die 154 teilnehmenden Teams setzten sich dieses Jahr aus Personen aller Altersgruppen zusammen, sagt Huber. "Neben Schulen und Kitas haben wir auch Radler über achtzig mit dabei", erzählt die Koordinatorin.

Anfang des Jahres hatte die Energieagentur noch viele Fahrradprojekte geplant. Aufgrund der Corona-Krise habe man jedoch einige Events, welche gemeinsam mit dem ADFC organisiert wurden, absagen müssen, so Huber. So zum Beispiel auch die Fahrraddemo zum Abschluss des Stadtradelns. Die meisten durchgeführten Veranstaltungen hätten im kleineren Rahmen stattgefunden, sagt Huber. Dies, obwohl es eigentlich möglich gewesen wäre, auch in größeren Gruppen Fahrrad zu fahren. "Im Prinzip ist es ja beim Radlfahren sehr gut möglich, Hygieneregelungen wie Abstand einzuhalten", sagt Huber.

Auch Einzelpersonen werden für ihre Leistungen belohnt

Gerade im Rahmen der Corona-Krise sei das gemeinsame Radfahren eine gute Sache, sagt Benjamin Hahn, vom Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Energieagentur. "Wir dachten, es wäre schön, mal eine Tour für einen Samstagnachmittag oder für die Sommerferien zu haben", sagt Hahn. So sei auch die Idee für die Ehrung der schönsten Radltour entstanden. Ebersberger Fahrradfahrer wurden aufgerufen, ihre besten Radtouren aufzuschreiben und einzusenden. Bedingung sei, dass die Route irgendwo im Landkreis startet, so Hahn. Zum Schluss sollen alle gesammelten Touren in einem Radführer zusammengefasst werden.

Ob dieser Radführer zustande komme wäre jedoch noch unsicher, sagt Hahn. "Leider sieht es bei der Anzahl der eingesendeten Radtouren relativ schlecht aus", erklärt er. Bisher haben die Energieagentur nur zwei Touren erreicht. "Vielleicht ist manchen der Aufwand etwas zu hoch", überlegt Hahn. Bis zum 15. August könne man jedenfalls noch Radtouren einsenden, verkündet er. Jeder, der eine Radtour abgibt, bekommt ein Exemplar gratis. Des weiteren solle der ADFC bei seinen Veranstaltungen den Radführer verteilen können.

Normalerweise findet die Siegerehrung der besten Stadtradler jedes Jahr im Landratsamt im Hermann-Beham-Saal statt, erzählt Projektleiterin Huber. Dieses Jahr wird die Siegerehrung coronabedingt von der ersten auf die zweite Septemberwoche verschoben. Wie die Siegerehrung dabei dieses Jahr aussehen werde, sei noch nicht ganz sicher, so Huber. "Natürlich würden wir gerne wieder eine Präsenzveranstaltung machen und alle Teilnehmer einladen", sagt sie, dies hänge aber von den Corona-Regelungen ab. Die Preise werden jedes Jahr in vielen verschiedenen Kategorien verliehen. "Es gibt zum Beispiel die Kategorie Schule oder seit 2019 auch die Kategorie Vereine", erklärt Huber. Daneben werden Einzelpersonen für ihre Leistungen belohnt.

Besonders spannend dürfte bei der Siegerehrung die Kür der besten Radtour werden, denn von ihr können anschließend alle Ebersberger Landkreisbewohner profitieren. Die bisher eingesendeten Touren seien zwei sehr entspannte Strecken durch den Landkreis, verrät Hahn. "Solche Touren sind natürlich super für einen Familienausflug", sagt er. Hahn ruft die Ebersberger dazu auf, noch weitere Touren einzusenden. "Damit der Radführer zustande kommt, brauchen wir noch mindestens zwölf Touren", sagt er. Hahn hofft, die Ebersberger noch motivieren zu können. Schließlich sei so eine Radltour in der Heimat, gerade wenn ein geplanter Urlaub geplatzt ist, doch etwas ganz Wunderbares, findet er.

© SZ vom 03.08.2020/koei
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Von Johanna Feckl

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