Noch keine Gegenkandidaten in Sicht Mayr will's wissen

Zornedings Bürgermeister Piet Mayr und seine Stellvertreterin Bianka Poschenrieder am Wahlabend 2014.

(Foto: Privat)

Zornedings Bürgermeister möchte 2020 noch einmal antreten

Von Viktoria Spinrad, Zorneding

Piet Mayr (CSU) kandidiert für eine dritte Amtszeit als Bürgermeister von Zorneding. Das bestätigte der 62-Jährige am Rande der Haushaltssitzung am Dienstagabend. Er habe für sich selber abgewogen und entschieden: "Ich brenne für den Job und möchte in der Gemeinde noch viel bewegen." Finanzieller Natur dürften seine Beweggründe freilich nicht sein: Mayr arbeitet schon seit Jahrzehnten in der Zornedinger Verwaltung und könnte vom Alter her in Pension gehen.

Doch wer will gegen ihn antreten? Hier bringt sich derweil noch niemand in Stellung. Die nächstliegende Kandidatin, Zornedings Zweite Bürgermeisterin Bianka Poschenrieder (SPD), hält sich noch bedeckt, schließt eine Kandidatur aber auch nicht aus. "Das ist bei uns in der Partei zur Zeit noch kein Thema", sagt sie am Mittwoch; im Fokus stehe zur Zeit der Europawahlkampf. Bei den letzten Wahlen 2014 führte sie einen weichen Wahlkampf gegen Mayr. Er bekam am Ende zwei Drittel der Stimmen. Seitdem arbeiten beide relativ geräuschlos zusammen.

Ob es aus den übrigen Fraktionen Gegenkandidaten geben wird, ist offen. Weil bei den Grünen die einen an der oberen und die anderen an der unteren Altersgrenze schrammen, setzt man auf einen SPD-Kandidaten. Fraktionssprecher Helmut Obermaier unterlag Mayr 2008 mit knapp acht Prozentpunkten und dürfte mit seinen 60 Jahren zwar noch einmal antreten. Er sieht aber die jüngere Generation am Zug. Zum Beispiel Gemeinderat Moritz Dietz, der mit seinen 24 Jahren wohl eher auf die übernächsten Kommunalwahlen schielen dürfte. Und Franz Lenz, der Fraktionschef der Freien Wähler und Ebersberger Kreisobmann des bayerischen Bauernverbandes? Auch ihn kitzelt es nicht so recht. Zwar wolle er noch Dinge bewegen, gute Projekte anstoßen - nur eben nicht als Bürgermeister von Zorneding. Ähnliche Töne kommen vom einzigen FDP-Gemeinderat Peter Pernsteiner. "Ich sehe es realistisch", sagt er.