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Kommunalwahlen 2014:Nummer vier in der Warteschleife

Matthias Klippe will Bürgermeister von Vaterstetten werden

Von Wieland Bögel

Bei der Bürgermeisterwahl am 22. September stehen womöglich vier Namen auf dem Wahlzettel. Denn neben Brigitte Littke von der CSU, Heike Tischler von der SPD und Georg Reitsberger von den Freien Wählern bewirbt sich nun auch der 22-jährige Matthias Klippe um das höchste Amt in der Gemeinde. Bevor er aber offiziell als Kandidat antreten darf, braucht er noch die Unterstützung von 190 in der Gemeinde wahlberechtigten Personen. Seit dieser Woche bis Ende Juli können sich daher alle Vaterstettener, die gerne die Auswahl zwischen vier Kandidaten hätten, im Rathaus zu den üblichen Öffnungszeiten in ausliegende Unterschriftenlisten eintragen.

Der mögliche Kandidat, dessen Familie nach seinen Angaben bereits in der vierten Generation in der Gemeinde lebt, tritt für die neue Gruppierung "Alternatives Vaterstetten" an. Sein Wahlprogramm sei zwar noch nicht ganz fertig, so Klippe, einige Positionen hat der 22-Jährige aber schon bezogen. Er kritisiert beispielsweise die "massive Bautätigkeit" in seiner Gemeinde. Klippe spricht sich dagegen aus, dass Vaterstetten "auf Teufel komm raus" weiter wachsen müsse, nur um "die Wohnungsprobleme der Stadt München zu lösen". Damit, so Klippe zöge man lediglich "zahlungskräftige Zugroaste" an, mit der Folge, dass sich Vaterstettener ihre Heimatgemeinde nicht mehr leisten können. Klippe will sich als Bürgermeister dafür einsetzen, "dass Vaterstetten für Vaterstettener bezahlbar bleibt". Neue Wohngebiete sollten deshalb vor allem als Einheimischenbaugebiete entstehen, fordert der Kandidat. Auch gegen das neue Ortszentrum spricht sich Klippe aus. Die Planungen seien "reiner Gigantismus". Klippe setzt sich außerdem für den Erhalt der Wendelsteinschule ein, eine Zusammenlegung mit der Schule an der Gluckstraße kommt für ihn nicht infrage.

© SZ vom 11.07.2013
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