Wohnungsbau:Nachhaltig und günstig

Lesezeit: 1 min

Wohnungsbau: Die bestehende Wohnanlage aus dem Jahr 1958 wurde durch ein modernes Mehrfamilienhaus mit zehn Wohnungen ersetzt.

Die bestehende Wohnanlage aus dem Jahr 1958 wurde durch ein modernes Mehrfamilienhaus mit zehn Wohnungen ersetzt.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

Das Katholische Siedlungswerk hat in Grafing ein besonderes Bauprojekt realisiert.

Es sieht nur nicht beeindruckend aus, das Gebäude hat es auch in sich: Es besteht zum großen Teil aus Holz, ist langfristig klimaneutral und darüber hinaus für die Mieter vergleichsweise günstig.

Der Neubau der Wohnanlage in der Bürgermeister-Schlederer-Straße 11 in Grafing, der jetzt eingeweiht wurde, ist das Pilotprojekt des Katholischen Siedlungswerks München (KSWM) für Holzbau, Nachhaltigkeit und Klimaneutralität. Die bestehende Wohnanlage aus dem Jahr 1958 mit acht Wohneinheiten wurde durch ein modernes Mehrfamilienhaus mit zehn Wohnungen ersetzt. Die Wohnfläche konnte nahezu verdoppelt und ausreichende Stellplätze geschaffen werden.

Die Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen verteilen sich auf drei Etagen und sind im Erdgeschoss barrierefrei ausgeführt. Auf eine Tiefgarage wurde verzichtet, um den Einsatz klimaschädlicher Betonkonstruktionen deutlich zu reduzieren. Stattdessen konnten Parkplätze im Erdgeschoss des Gebäudes untergebracht werden. Alle Parkplätze sind für eine nachträgliche Bestückung mit E-Ladesäulen vorbereitet.

Durch die effiziente Gebäudeplanung und entsprechende technische Gebäudeausrüstung wird der KfW-55-Energieeffizienzstandard eingehalten. Die Holzbauweise trägt zur CO₂-Reduktion sowie Einhaltung der Klimaziele bei. In Zusammenhang mit der Errichtung einer Photovoltaikanlage wird Klimaneutralität nach 30 Jahren erreicht. Eine Zisterne zur Regenwassernutzung setzt den ökologischen Ansatz im Außenbereich um.

"Die Kirche hat in Ansehung ihrer Verantwortung für die Schöpfung eine besondere Vorbildfunktion, heißt es in unserer Obersten Bauregel. Will sie dieser Verantwortung im Hinblick auf die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen auch für zukünftige Generationen nachkommen, so muss sich das Bauen an den Anforderungen eines ökologisch verantwortungsvollen und ressourcenschonenden Bauens orientieren", unterstrich Generalvikar Christoph Klingan bei der Einweihung. Das sei hier bei dem vom Katholischen Siedlungswerk, deren Hauptgesellschafter die Erzdiözese München und Freising ist, errichteten Bau gelungen. "Klimaneutrales Bauen und bezahlbares Wohnen sind zwei große Zukunftsthemen, die sich in diesem Projekt verbinden und gemeinsam realisiert werden", so Klingan.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB