Friedhof in Kirchseeon:Neue Toilette für Friedhof Neukirchen

Von Andreas Junkmann, Kirchseeon

Was lange währt, wird endlich gut - auf diese Binsenweisheit dürfen sich alle Bürger des Marktes Kirchseeon stützen, die regelmäßig den Friedhof Neukirchen besuchen. Auf diesem nämlich, gelegen etwas außerhalb des Ortes an der Verbindungsstraße Richtung Pöring, soll nun die lang ersehnte öffentliche Toilette installiert werden. Seit Jahren beschäftigt das Thema den Gemeinderat, in seiner jüngsten Sitzung legte sich das Gremium schließlich auf eine Variante fest. Diese sieht vor, das WC in einem Nebenraum der Leichenhalle unterzubringen. Der Zugang erfolgt barrierefrei. Der Raum ist bisher von Mitarbeitern der Bestattungsunternehmen genutzt worden, diese sollen vorübergehend einen Container für die Unterbringung ihrer Geräte erhalten. Ein solcher war auch als Raum für die Toilette im Gespräch, Bürgermeister Jan Paeplow (CSU) plädierte im Gemeinderat aber eindringlich für eine fest installierte Lösung: "Bitte nicht die Container. Wir haben doch da die Räume", sagte er.

Diese müssen für den Einbau der Toilette allerdings etwas umgestaltet werden. So wird eine Seitentür der Leichenhalle zugemauert und das vorhandene Fenster an die Nordseite verlegt. Für die Zugangskontrolle soll eine Zeitschaltuhr sorgen, außerdem wird ein Heizlüfter im Gebäude installiert - alles Dinge, die man beim Arbeitskreis Senioren gerne hören dürfte. CSU-Gemeinderätin Maria Wollny ist Mitglied in diesem Gremium und sei als solches in der Vergangenheit immer wieder von Bürgern auf das fehlende WC am Friedhof angesprochen worden. "Wir waren uns einig, dass wir dort eine Toilette brauchen", sagte Wollny nun im Gemeinderat, die den Vorschlag der Verwaltung sehr begrüßte. Eine einfache Ausstattung für das Häuschen reiche aber völlig aus, "bitte keine Luxustoilette wie im Hotel".

Dass es zwar keine goldenen Wasserhähne, sehr wohl aber einen Abfluss brauche, sagte Bürgermeister Paeplow. Dafür standen zwei Varianten zur Debatte: Entweder über eine neue rund 65 Meter lange Leitung hin zur Straße oder über eine Kleinkläranlage mit Sickerschacht. Das Gremium entschied sich vor allem mit Blick auf die Finanzen für letztere Option, die etwa 65 000 Euro kosten wird. Für die Gesamtmaßnahme sind 70 000 Euro im Haushalt eingestellt. Wie teuer diese tatsächlich wird, muss das Ergebnis der Ausschreibung zeigen, um die sich die Verwaltung nun kümmert.

© SZ vom 15.07.2021
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