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Haushalt 2016:Großprojekte auf der Warteliste

Die 2004 eingeweihten Container am Gymnasium Vaterstetten sollen ersetzt werden, derzeit ist hierfür allerdings noch kein Geld eingeplant.

(Foto: Hinz-Rosin)

Schulen bleiben auf der Strecke: Um Geld zu sparen, schiebt der Kreis einige Umbauten und Sanierungen auf.

Über ein Viertel des Gesamthaushaltes für das Jahr 2016 berieten die Mitglieder des Ausschusses für Liegenschaften, Schulbauten und Vergaben (LSV) in ihrer jüngsten Sitzung. Mehrere Großprojekte, die der Kreis im schulischen Bereich grundsätzlich einmal angehen möchte, bleiben dabei aber auf der Warteliste. Geplant sind in diesem Teilhaushalt vorerst nur Investitionen in Höhe von 1,1 Millionen Euro. Die Summe sei so niedrig wie noch nie, merkte Finanzmanagerin Brigitte Keller an.

988 620 Euro sind als Investitionen in die kreiseigenen Liegenschaften eingeplant, dazu gehört der behindertengerechte Umbau der Außenanlagen im Gymnasium Grafing, Mikrofone für den Sitzungssaal, auch die Anbringung eines Landkreiswappens an die Außenwand des Landratsamts. Die größte Maßnahme ist die Nachrüstung der Akustik und des Notausgangs in der Realschule Ebersberg mit 195 000 Euro. 120 000 Euro fließen darüber hinaus in den Brand- und Katastrophenschutz.

Markt Schwaben wartet schon lange

Auf der Warteliste stehen nach dem Beschluss der Ausschussmitglieder mehrere Posten in Millionenhöhe. Zwei zusätzliche Turnhalleneinheiten an den Gymnasien Markt Schwaben und Grafing mit jeweils 2,03 Millionen gehören dazu - sie stehen laut Keller allerdings schon auf der Warteliste, seit es diese gebe. 2,7 Millionen Euro sollen für Umbauten am Gymnasium Vaterstetten vorgesehen werden, wo die Klassencontainer ersetzt werden müssen.

Am Gymnasium Grafing müssen die Fachräume für Chemie und Physik erneuert werden, Kostenpunkt 2,3 Millionen Euro. Dazu kommt noch die energetische Sanierung der Gebäudehülle des Verwaltungstrakts der Realschule Ebersberg, die Kosten dafür seien noch gar nicht untersucht, stellte Brigitte Keller, fest.

Lob für die Sparmaßnahmen

Alles in allem veranschlagte die Verwaltung für den Teilhaushalt des LSV-Ausschusses Mittel in Höhe von gut 11,5 Millionen. Die Entwurfsplanung liegt damit um 34 982 Euro über jenem Wert, den der Kreistag in seiner Sitzung im Juli vorgegeben hatte und entspricht damit fast genau einer Steigerung zum Plan von 2015 um 2,5 Prozent. Ebersbergs Bürgermeister Walter Brilmayer, der die Sitzung in Vertretung für den nach Berlin verreisten Landrat leitete, lobte die Liegenschaftsverwaltung: "Da habt Ihr gut geschaut, dass gut gespart wird."

Das niedrige Investitionsvolumen sei allerdings nur eine Momentaufnahme, merkte Josef Zistl (CSU/FDP-Fraktion) an, "das wird sich in den kommenden Jahren schon wieder ändern". Tatsächlich sehe es in anderen Bereichen auch ganz anders aus, kommentierte Keller. Der Löwenanteil der Investitionen im Kreishaushalt falle für den Umbau der Kreisklinik an. 15 Millionen Euro seien in diesem Bereich eingeplant.

© SZ vom 20.10.2015
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