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Corona im Landkreis Ebersberg:Rückschlag für den Impfprozess

Der Impfprozess im Landkreis Ebersberg gerät gehörig ins Stocken. Grund ist die Tatsache, dass aufgrund einer aktuellen Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts die Bundesregierung die Corona-Impfungen mit Astra Zeneca vorsorglich aussetzt. "Diese Nachricht ist ein Nackenschlag den wir erst verdauen müssen. Die mobilen Impfungen müssen nun abgesagt werden, ebenso ist der Start bei den Arztpraxen nun nicht möglich. Das Impfzentrum ist bei weitem nicht ausgelastet, die Impfstoffe von Biontech und Moderna reichen fast nur für die Zweitimpfungen - der Impfprozess kommt nun ganz ins Stocken, das ist sehr ärgerlich", so Landrat Robert Niedergesäß am Montag in einer Pressemitteilung des Landratsamts. Nach neuen Meldungen von Hirnvenen-Thrombosen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung in Deutschland und Europa, hält das Paul-Ehrlich-Institut weitere Untersuchungen für notwendig. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA wird entscheiden, ob und wie sich die neuen Erkenntnisse auf die Zulassung des Impfstoffes auswirken. Die Impfungen mit Astra Zeneca werden bis auf Weiteres ausgesetzt und keine neuen Termine für Erst- und Zweitimpfung mit dem Vakzin vereinbart.

Bisher haben 13 813 Menschen im Landkreis über das Impfzentrum eine Erstimpfung erhalten, 6860 von ihnen sind älter als 80 Jahre. Die aktuelle Impfquote für die Erstimpfungen im Landkreis beträgt 9,6 Prozent. 5004 Landkreisbürgerinnen und -bürger sind bereits zum zweiten Mal geimpft. Die Sieben-Tage-Inzidenz entwickelt sich unterdessen weiter negativ: Laut dem Dashboard des Robert-Koch-Instituts lag sie am Montag bei 73,1.

© SZ vom 16.03.2021 / SZ
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