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Brandserie im Landkreis Ebersberg:Waffen und unerlaubte Mittel

Erste Erfolge der Einsatzgruppe "Container": Die Brandermittler haben bei sechs Verdächtigen eine Razzia durchgeführt - und sind fündig geworden.

Anja Blum

Die Brandserie im Landkreis beschäftigt weiterhin die Polizei. Seit Jahresbeginn hat es insgesamt 18 Mal gebrannt, in Grafing, Kirchseeon, Aßling, Ebersberg, Eglharting, Bruck, Zorneding, Forstinning und Vaterstetten. Weil Müll- und Papiercontainer das bevorzugte Ziel des oder der Brandstifter waren, war im Juli eine Ermittlungsgruppe mit dem Namen Container gegründet worden, die jetzt mit 20 Polizeibeamten der Kriminalpolizei Erding und der Polizeiinspektionen Erding, Ebersberg und Poing bei sechs Verdächtigen aus dem Landkreis Ebersberg eine Durchsuchung vorgenommen hat.

Erste Erfolge hatte die EG Container erzielen können, als sie einen 18-Jährigen überführte, der Anfang Juli einen Stadel in Aßling angezündet hatte. Außerdem konnte sie den Brand einer Kiste mit Fundsachen in der Kirchseeoner Volksschule aufklären. Ein 14-jähriger Schüler hatte erreichen wollen, dass die Schule für einen Tag geschlossen bleibt.

Nun hat die Ermittlungsgruppe bei ihrer Durchsuchungsaktion weitere Brandstiftungen aufgeklärt, dazu aber noch Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, das Waffengesetz und etliche Eigentums- und Verkehrsdelikte feststellen müssen. Die Tatverdächtigen sind zwischen 16 und 22 Jahre alt und nach ihrer Vernehmung alle wieder auf freiem Fuß.

Die Kripo Erding ermittelt weiter. Ungeklärt sind bislang die Brände in einem Baustofflager in Grafing Anfang Juni und in einer Autowerkstatt in Landsham, wo ein Brand am vorletzten Juniwochenende einen Schaden von 100.000 Euro angerichtet hatte.

© SZ vom 06.08.2010/hai
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