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Aktion im Landkreis:Ebersberg gegen Gewalt

Der Frauennotruf ruft zu einer Foto-Mitmachaktion auf

Von Johanna Feckl, Ebersberg

Zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen an diesem Mittwoch hat das Team von der Beratungsstelle des Ebersberger Frauennotrufs eine Foto-Mitmachaktion initiiert: Alle Bürgerinnen und Bürger, Politikerinnen und Politiker sowie Organisationen sind dazu aufgerufen, sich mit einem eigens dafür gestalteten Plakat zu fotografieren und unter dem Motto #EbersberggegenGewalt auf Sozialen Netzwerken zu verbreiten. "Gemeinsam ein starkes Zeichen setzen gegen Gewalt an Frauen - auch im Landkreis Ebersberg", heißt es dazu auf der Facebook-Seite der Beratungsstelle.

"Wir möchten erreichen, dass sich nicht nur wir als Frauennotruf sichtbar gegen Gewalt an Frauen positionieren, sondern der gesamte Kreis Ebersberg", erklärt Geschäftsführerin des Frauennotrufs Angela Rupp. Die Idee zur Aktion sei spontan entstanden, als vor kurzem neue Team-Fotos gemacht wurden. Mit #EbersberggegenGewalt greift der Frauennotruf eine Aktion des Bundesfamilienministeriums auf, die unter dem Hashtag #ZuhauseNichtSicher auf das Thema häusliche Gewalt zu Corona-Zeiten aufmerksam macht.

Bereits kurz nachdem die Beratungsstelle am Dienstagmorgen zur Kampagne aufgerufen hatte, gab es Reaktionen. So war nur wenige Stunden später auf dem Facebook-Auftritt der Gemeinde Zorneding ein Foto von Bürgermeister Piet Mayr (CSU) und Geschäftsleiter Daniel Kommnick zu sehen, wie sie das Plakat des Frauennotrufs zwischen sich halten. Am Mittwoch wird das Frauennotruf-Team von 16 Uhr an mit einem Plakat vor dem Ebersberger Rathaus sein, sodass sich auch diejenigen Unterstützer fotografieren können, die zu Hause keinen Drucker haben.

Neben der Foto-Mitmachaktion hat der Ebersberger Frauennotruf auch eine weitere Aktion organisiert: Im Rahmen der weltweiten Aktion "Orange the World" sollen in der Kreisstadt Ebersberg von 16 Uhr an das Rathaus, die Kirche und der Aussichtsturm orange leuchten - die Farbe Orange gilt in diesem Kontext als Symbol für die Bewegung zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen und für eine gewaltfreie Zukunft. Im Vorjahr war es nur der Aussichtsturm, der beleuchtet wurde. Außerdem wird in diesem Jahr laut Angela Rupp auch die Gemeinde Forstinning ihr Rathaus orange beleuchten.

© SZ vom 25.11.2020
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