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Drehgenehmigung in München:Schluss mit der ewigen Warterei

Oliver Stone

Hollywood in München: Für seinen Film über den Whistleblower Edward Snowden hat Regisseur Oliver Stone offenbar schon in der Dachauer Straße gedreht.

(Foto: Florian Peljak)

Wie lange Oliver Stone für seine Drehgenehmigung in München gewartet hat, ist unklar. Sicher ist nur, dass es schon mal acht Wochen dauern kann, bis das KVR ihre Zusage gibt. Das kann ein Filmteam ordentlich in die Bredouille bringen. Doch bald soll Schluss sein mit der ewigen Warterei.

Seit einem Monat ist Oliver Stone jetzt in München, aber was er hier treibt, das weiß keiner so genau. Schon klar, er dreht einen Film. Über den Whistleblower Edward Snowden, so viel ist bekannt. Der Rest ist streng geheim. Es ist ja nicht mal sicher, ob die Lkw-Kolonne, die am Montag vor dem Boobs-Club in der Dachauer Straße parkte, tatsächlich zu Stones Filmset gehört. Andererseits: In dem Striplokal hat der Hollywood-Regisseur bereits Halloween gefeiert. Das kann kein Zufall sein. Aber nichts Genaues weiß man nicht, man kriegt ja nichts mit.

Es ist auch nicht bekannt, wann Stone seinen Antrag auf Drehgenehmigung gestellt hat. Aber wenn das Kreisverwaltungsreferat (KVR) keine Ausnahme gemacht hat, dürfte es dem Hollywood-Regisseur ergangen sein, wie den anderen 924 Filmemachern, die im vergangenen Jahr in München gedreht haben: Er musste ziemlich lange auf einen Bescheid vom KVR warten.

Zuletzt dauerte es schon mal acht Wochen, bis eine Drehgenehmigung fertig bearbeitet war. Das kann ein Filmteam ziemlich in die Bredouille bringen. Etwa wenn eine Szene im Frühling spielen soll, die Dreherlaubnis aber erst knapp zwei Monate später erteilt wird.

Doch bald soll Schluss sein mit der ewigen Warterei. An diesem Dienstag entscheidet der Stadtrat darüber, ein Filmbüro zu schaffen. Waren bisher mehrere Sachbearbeiter an verschiedenen Stellen dafür zuständig, Drehgenehmigungen zu erteilen, soll in Zukunft "alles aus der Hand eines festen Ansprechpartners" kommen.

Das Filmbüro wird sich also um sämtlicher bürokratischen Angelegenheiten annehmen, die so ein Dreh mit sich bringt: von der ersten Anfrage bis hin zur Genehmigung. Ziel ist es, München als Filmstandort noch attraktiver zu machen - um auch in Zukunft Größen wie Oliver Stone zu locken.