SZ-Adventskalender Hilfe zur rechten Zeit

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"Adventskalender für gute Werke

der Süddeutschen Zeitung e.V."

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Not hat viele Gesichter und so sieht die Unterstützung des SZ-Adventskalenders sehr unterschiedlich aus: Mal sind es Möbel, mal ein paar unbeschwerte Stunden im Hallenbad. Im vergangenen Jahr haben die Leser 6,6 Millionen Euro gespendet für Menschen in Not

Von Petra Schafflik, Dachau

Schon ihre fröhliche Stimme lässt ahnen, dass das Leben von Anika R. (Name geändert) und ihrer drei Kinder eine positive Wende genommen hat. Der Eindruck täuscht nicht. "Wir sind jetzt auf dem aufsteigenden Ast", berichtet die alleinerziehende Mutter glücklich. Noch im vorigen Jahr war die Lage schwierig, die junge Frau musste jeden Euro nicht nur zweimal, sondern eher viermal umdrehen.

Mit ihrem Gehalt in einem pädagogischen Beruf ließ sich der Lebensunterhalt der kleinen Familie kaum bestreiten. Eines der Kinder leidet zudem unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit, die Kosten für spezielle Lebensmittel belasten das Budget. Lange Zeit war für wichtige Anschaffungen schlicht kein Geld da. Erst durch die Unterstützung der SZ-Leser, konnten Möbel für die Kinder gekauft werden. "Die Mädchen haben jetzt endlich einen Schreibtisch für ihre Hausaufgaben", erzählt Anika R. Auch Kleiderschränke waren noch drin, dazu Regal und ein Bett für den Sohn. "Diese Unterstützung hat uns wirklich enorm geholfen, vielen Dank." Die Hilfe kam zur richtigen Zeit. Denn die kleine Familie blickt jetzt optimistischer in die Zukunft, dank einer Lohnerhöhung geht es auch finanziell aufwärts. Große Sprünge sind noch lange nicht drin. "Aber endlich reicht unser Geld für Lebensmittel, ich kann normal einkaufen und bin nicht mehr in den roten Zahlen."

Nicht nur dieser Familie, konnte das Hilfswerk der Süddeutschen Zeitung effektiv und schnell helfen Dank der enormen Unterstützung der Leser, die 2018 die großartige Summe von 6,6 Millionen Euro gespendet haben. Auch viele andere Landkreisbürger in Not erfuhren durch diese Freigiebigkeit ganz individuell und rasch Hilfe. Eine Hilfe, die so nötig ist wie eh und je. Denn auch im reichen Landkreis Dachau gibt es Menschen, die im Schatten leben. Familien, Alleinerziehende und Senioren, die sich weder einen Urlaub noch einen Restaurantbesuch je leisten können, ihnen fehlt es an einfachsten, alltäglichen Dingen. So geht es auch der jungen Witwe, die sich nach dem Tod des Familienvaters redlich bemüht, ihre vier Kinder alleine durchs Leben zu bringen. Doch die finanzielle Situation ist angespannt, mit Hilfe der SZ-Leser konnten endlich Betten und Matratzen für Mutter und Sohn angeschafft werden. Und ein einfacher PC mit Drucker trägt nun dazu bei, dass die älteren Kinder in der Schule gut mithalten können.

Ein junges Paar konnte aus der Obdachlosigkeit heraus eine Sozialwohnung beziehen und mit Unterstützung des Adventskalenders eine Küche finanzieren. Auch ein älterer Herr, der viele Jahre schon mit psychischen Problemen kämpft, freute sich nach einem Umzug über Regale und eine Kommode. Die Möbel hat er sich gebraucht besorgt. Neue Sachen braucht er nicht, findet der bescheidene Rentner. Lieber sollen noch andere Menschen eine Unterstützung bekommen. Eine andere Familie muss krankheitsbedingt seit Jahren mit finanziellen Einschränkungen klarkommen. Den Alltag meistern die Eltern mit ihren drei Kindern als eingespieltes Team routiniert, aber selbst für kleinste Freizeitvergnügen fehlte das Geld. Der SZ-Adventskalender machte einen Familientag im Hallenbad möglich.

Aber nicht nur hilfebedürftigen Bürgern hat der SZ-Adventskalender in konkreten Notlagen geholfen. Unterstützt wurden wie immer auch Einrichtungen und Projekte, die das ganze Jahr über Menschen in Krisen eine Soforthilfe geben oder besondere Programme beziehungsweise Veranstaltungen für Bedürftige finanzieren. So wurde die Wohnberatung unterstützt, die Senioren hilft, wenn sie wegen einer Erkrankung oder altersbedingt ihre eigenen vier Wände barrierefrei umgestalten müssen. Gefördert wurde auch das Franziskuswerk Schönbrunn, das für Bewohner, die nicht sprechen können, einen speziellen Kommunikationscomputer angeschafft hat. Zu den Organisationen, die jedes Jahr unterstützt werden, zählt auch das Dachauer Frauenhaus. Auch Selbsthilfegruppen profitieren, bauen mit Geldern aus dem Hilfsfonds ihre Beratungs- und Betreuungsarbeit für Menschen mit Einschränkungen und Behinderungen aus oder initiieren neue wichtige Angebote. Zudem ermöglicht der SZ-Adventskalender verschiedenen Beratungseinrichtungen und auch behördlichen Anlaufstellen ein Notfallbudget. Aus diesem Topf können Menschen in akuten Krisen sofort und unbürokratisch Hilfe erhalten.

Möglich wurde all dies durch die Großzügigkeit der SZ-Leser, die das Hilfswerk im vergangenen Jahr wieder sehr freigebig unterstützt haben. Unter den Spendern waren Menschen, die seit vielen Jahren regelmäßig Geld an den Adventskalender überweisen, aber auch Firmen, Schulen, Organisationen und Vereine. Einer der treuesten Wohltäter ist übrigens Jürgen Rothaug. Mit musikalischen Projekten, Konzerten und Aufführungen begeistert der Leiter und Dirigent des Dachauer Vokal-Ensembles Cantori nicht nur sein Publikum, er wirbt so auch dafür, für notleidende Bürger zu spenden. Dieses Jahr übrigens schon zum 27. Mal.

Besonders erwähnt werden sollte in diesem Zusammenhang auch das Technische Hilfswerk (THS) Dachau, das nicht nur bei den zahlreichen Notfällen im Jahr zu Einsätzen ausrückt, sondern notleidende Bürger auch finanziell unterstützt. Auf Weihnachtspost hatte das THW im vorigen Advent verzichtet, die eingesparte Summe bekam der SZ-Adventskalender. Zu den traditionellen Förderern zählt zudem die Sparkasse Dachau. Sehr engagiert ist auch die Volksbank Raiffeisenbank Dachau, die seit vielen Jahren das traditionelle Benefizkonzert für den Adventskalender sponsort.