Petershausen "Wirtshaus zu Asbach" schließt

Die Tage der traditionsreichen Gaststätte scheinen gezählt: Hanne und Endrik Fleischmann hören aus Altersgründen auf, ein Nachfolger ist nicht in Sicht.

Von Petra Schafflik

Das gastronomische Angebot im Landkreis ist bald wieder um eine Facette ärmer, denn das traditionsreiche "Wirtshaus zu Asbach" schließt Ende Juli. Damit verliert nicht nur Peterhausen eine renommierte Speisegaststätte mit schönem Biergarten sowie einen Veranstaltungsort für Liederabende, Lesungen und Kabarett, zu dem sich das Wirtshaus in den letzten Jahren entwickelt hat.

Ein Wirtshaus, eine Kleinkunstbühne und ein Stück Tradition gehen mit dem Wirtshaus zu Asbach verloren.

(Foto: Joergensen)

Den Wirtsleuten Hanne und Endrik Fleischmann ist die Entscheidung aufzuhören nicht leicht gefallen. Schon allein wegen der vielen Stammgäste, die teilweise regelmäßig ein- bis zweimal die Woche zum Essen gekommen sind, erzählt Hanne Fleischmann. "Natürlich tut es mir Leid", sagt die Wirtin aus Leidenschaft. Aber mit bald 68 Jahren falle ihr das viele Stehen, Laufen und Heben in der Gaststätte zunehmend schwerer. Außerdem wünschen sich die Fleischmanns mehr Zeit für Freunde und Familie.

Doch wenn die engagierten Wirtsleute jetzt aufhören, ist ein neuer Pächter nicht in Sicht. Gasthausbesitzer Georg Graßl weiß noch nicht genau, wie es weiter geht. "Aber vermutlich wird die Wirtschaft nicht weiter geführt." Viele Gäste, die vom nahen Ende des Wirtshauses gehört haben, wollen nun persönlich Abschied nehmen. Die Wirtsleute können den Ansturm kaum bewältigen, weshalb Hanne Fleischmann darum bittet, "unbedingt zu reservieren". Zumal die Wirtschaft auch in der vorletzten Juli-Woche geschlossen bleibt. Und auch wenn es seltsam klingen mag, wäre es vermutlich das schönste Abschiedsgeschenk, wenn der eine oder andere treue Stammgast auf einen geplanten Besuch verzichten würde. So könnten die Wirtsleute ihren Gaststättenbetrieb in Ruhe ausklingen lassen.