Markt Indersdorf/Altomünster:Demos gegen Impfpflicht

480 Menschen versammeln sich in Indersdorf und Altomünster

Der Landkreis ist am Wochenende erneut Schauplatz unangemeldeter "Spaziergänge" gegen die Corona-Maßnahmen gewesen. Wie die Polizei mitteilte, zogen am Sonntag in Altomünster und Markt Indersdorf erneut Menschen mit Kerzen und Laternen durch die Orte. In Altomünster nahmen am Sonntag etwa 280 Menschen an dem "Spaziergang" teil, in Indersdorf waren es zeitgleich etwa 200. Damit hat sich die Zahl der Teilnehmenden im Vergleich zum vergangenen Wochenende zumindest in Altomünster wieder deutlich erhöht. Waren in Altomünster am Wochenende nach Weihnachten nach Angaben der Polizei noch etwa 120 "Spaziergänger" zusammengekommen, sprach die Polizei zu Beginn des neuen Jahres von mehr als doppelt so vielen Menschen. In Indersdorf blieb die Anzahl der Menschen, die gegen die Corona-Maßnahmen protestierten, im Vergleich zur Woche zuvor in etwa unverändert. Einige Personen seien zur Einhaltung des Abstandsgebots ermahnt worden, ansonsten seien beide Umzüge "störungsfrei" verlaufen, so die Polizei. Obwohl die Versammlungen erneut nicht angemeldet waren, ließen die Beamten die Zusammenkünfte in beiden Gemeinden gewähren. Recherchen der SZ Dachau zufolge organisieren sich die "Spaziergänger" über Chatgruppen im Messenger-Dienst Telegram. In den Gruppen werden auch NS-Vergleiche, Verschwörungsmythen und Reichsbürgerpropaganda geteilt.

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