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Kultur in Dachau:Kunst wohin man schaut

Klaus Eberlein

In den Werken von Klaus Eberlein blitzt zuweilen der Schalk auf und auch an Selbstironie spart der vielseitige Künstler nicht.

(Foto: VR Bank Dachau)

Nächste Woche gibt es zahlreiche neue Ausstellungen in Dachau, außerdem startet die "Lange Nacht"

Von gsl, Dachau

Die Sommerferien gehen zu Ende, und damit erwacht auch der zeitweise heruntergefahrene Kulturbetrieb in Dachau schlagartig wieder zum Leben. Zahlreiche Ausstellungen sowie die "Lange Nacht der offenen Türen" bieten Kunstfreunde in der kommenden ein Angebot, bei dem keine Langeweile aufkommt, sondern eher die Frage, was man zuerst anschauen soll. Ein Überblick.

Spiel mit dem Feuer

Nach Günther Uecker und Heinz Mack zeigt die Galerie Lochner von Samstag, 5. September, an mit Otto Piene den dritten wichtigen Vertreter der Gruppe Zero. Pienes Elemente waren Feuer, Luft und Rauch. Durch die spezifische Behandlung von Oberflächen entstanden zunächst abstrakte Rasterbilder, die er unter Verwendung der Elemente schon bald zu Rauch- und Feuerbildern weiterbildete. Die Ausstellung läuft bis 15. November.

Vielseitiges Werk

In der Reihe "Kunst und Bank" zeigt die Volksbank Raiffeisenbank von kommendem Donnerstag, 10. September, bis 30. September die Ausstellung "Unterwegs und Anderswo". Sie ermöglicht einen Überblick über das künstlerische Schaffen von Klaus Eberlein aus fünf Jahrzehnten: Zu sehen sind Radierungen, Holzschnitte, Lithografien und Kleinplastiken aus Terrakotta und Glaspaste.

Licht des Nordens

Drei Künstlerinnen aus Skandinavien zeigen ihre Werke in der Ausstellung "Polarität", die zur Langen Nacht am Freitag, 11. September, in der KVD-Galerie eröffnet wird. Karin Schuff, Inge Jakobsen und Maria Wallenstål-Schoenberg nutzen eine ähnliche Bildsprache. Die Reduktion der Formen, die Konzentration auf wenige Farben, der Dualismus Schwarz-Weiß ist allen eigen. Die Ausstellung geht bis 4. Oktober.

Schrift-Bilder

Fünf Künstlerinnen und Künstler verschiedenster Herkunft zeigen in der Neuen Galerie unter dem Titel "Written Imagery" unterschiedliche künstlerische Strategien des Einsatzes von Text in der Kunst - von kalligraphischer Malerei bis hin zu Konzeptkunst, von der Körperlichkeit bestimmtem Duktus oder extrem puristisch mit neutraler Stilistik: Schrift nicht als bloßes Mittel zum Zweck, sondern als materialisierter Resonanzraum. Besucher können die Ausstellung zum ersten Mal am Freitag, 11. September, bis 22 Uhr sehen. Letzter Tag ist der 15. November.

Dialog mit der Wirklichkeit

Mittels der Malerei, der Druckgrafik aber auch mit Objekten versucht Alfred Ullrich den überbordenden Ereignissen mit seiner Ausstellung "Dialog mit der Wirklichkeit" beizukommen. Die Ausstellung wird im Rahmen der Langen Nacht am Freitag, 11. September, von 19 bis 24 Uhr mit einer Vernissage eröffnet. Das Programm der Langen Nacht liegt vielerorts als Flyer aus und soll auch online demnächst unter www.dah-lange-nacht.de zu finden sein. Die Ausstellung ist außerdem zu den Geschäftszeiten des Forums zu sehen.

© SZ vom 03.09.2020

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