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Kommunalwahl in Pfaffenhofen a.d. Glonn:Grünes Pfaffenhofen

Susanne Vedova Grüne Pfaffenhofen Bürgermeisterkandidatin

Großartig: Bürgermeisterkandidatin Susanne Vedova (Grüne) erlangt gut 20 Prozent der Stimmen.

(Foto: Horst Kramer)

Die Partei gewinnt drei Sitze. Das sieht die CSU gar nicht gerne

Am Sonntag Abend war sie erst noch enttäuscht, doch dann freundete sich Susanne Vedova, die Bürgermeisterkandidatin der Grünen, mit ihren 23,2 Prozent Stimmen an. "Aus dem Stand fast ein Viertel der Stimmen zu holen, ist eigentlich ganz respektabel", sagte sie am Montag. Zumal sie nicht alleine in den Gemeinderat einziehen wird, sondern Margarete Klein-Kennerknecht und Dieter Stoll, zwei weitere Grüne, künftig an ihrer Seite weiß. Der 14-köpfige Pfaffenhofener Gemeinderat setzt sich ansonsten aus sieben Vertretern der Fraktion der CSU und Parteifreien sowie vier Mitgliedern der AWG zusammen.

"So ähnlich hatte ich das Gremium erwartet", erklärt der zum vierten Mal wiedergewählte Bürgermeister Helmut Zech (CSU), der sich mit seinen 76,8 Prozent Hoffnungen machen darf, erneut für den Vizelandratsposten vorgeschlagen zu werden. Die Grünen hätte Zech gerne etwas schwächer gesehen, daraus macht der CSU-Politiker keinen Hehl. Aber es kam eben anders: Die Grünen sind allgemein im Aufwind. Listenführer Zech ist übrigens nicht der Stimmenkönig in der kleinen Glonntalgemeinde. Die meisten Kreuzchen vereinte Marianne Steinhart (CSU/parteifrei) auf sich. Die Unterumbacherin holte rund einhundert Stimmen mehr als der Pfaffenhofener.

Vedova freut sich auf die Zusammenarbeit. "Mich stimmt optimistisch, dass so viele neue im Gemeinderat zu finden sind." Neben den drei Grünen stellen die CSU/Parteifreien Stefan Lampl und Florian Merk, ebenso wie die AWG, die Andreas Weiß und Georg Kalmbach entsenden. Zwischen der AWG und den Grünen schwankte die Sitzverteilung lange Zeit. Eine Weile konnte die AWG um Harald Mang und Manfred Wolf auf fünf Sitze hoffen, die Grünen nur auf zwei. Doch dann jubelten die Grünen. "Bitter für uns", sagt Wolf, "Wir sind mit dem Resultat nicht zufrieden."

Die Grünen sind hingegen zufrieden. Vedova meinte am Montag, es sei richtig gewesen, dass sie sich dem Bürgermeister-Duell gestellt hat. "Vielleicht haben wir damit wichtige Zusatzstimmen für die Liste gesammelt." Und: Vedova fuhr das zweitbeste prozentuale Ergebnis aller Bürgermeisterkandidaten im Landkreis ein. Nur der Röhrmooser Arthur Stein steht mit 26,95 Prozent besser da.

© SZ vom 17.03.2020 / kram

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