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Karlsfeld/Dachau:Karlsfelder Seniorenheim bleibt Corona-Hotspot

Das Karlsfelder Seniorenheim bleibt der lokale Hotspot im Landkreis Dachau. In den vergangenen Tagen sind laut Gesundheitsamt drei weitere Heimbewohner verstorben; damit erhöht sich die Zahl der Senioren, die in der Einrichtung dem Virus erlegen sind auf 17. "Ich spreche allen Angehörigen mein Beileid aus und wünschen ihnen viel Kraft für die kommende Zeit", sagt Landrat Stefan Löwl in einer persönlichen Stellungnahme. Insgesamt wurden bisher 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 80 Bewohnerinnen und Bewohner positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden; elf Personen liegen aktuell in verschiedenen Krankenhäusern in der Region.

Auch andere Alten- und Pflegeheime im Landkreis sind nicht von Corona verschont: Überall gibt es einige Infektionen. In sieben der 22 Asylbewerberunterkünfte des Landkreises befinden sich ebenfalls Infizierte beziehungsweise deren Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. Aktuell von der Pandemie betroffen sind zudem 13 Schulen (ein Gymnasium, drei Realschulen, fünf Mittelschulen und drei Grundschulen) mit insgesamt 22 Klassen sowie sieben Kindertageseinrichtungen (inklusive Hort/Mittagsbetreuung) mit 13 Gruppen, so das Landratsamt. Dennoch gibt es Anlass zur Hoffnung: Am Dienstag meldet das Gesundheitsamt zwar 31 Neuinfektionen im Landkreis, doch die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner ist wieder leicht gesunken: auf 207,23. Insgesamt sind nun im Landkreis 2596 Personen positiv auf Covid-19 getestet worden, 420 Personen gelten aktuell als infiziert, 1210 Personen sind in häuslicher Quarantäne und 57 Menschen sind verstorben.

© SZ vom 18.11.2020 / SZ
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