Dachauer Moos:Grundlage für die Zukunft

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Bündnis fordert Bericht zur Arbeit des Vereins Dachauer Moos

Nach einem offenen Brief von LBV und BN mit konkreten Maßnahmen zur Erhaltung und Rettung des Dachauer Mooses will nun auch das Bündnis für Dachau die Moorlandschaft noch einmal auf die Tagesordnung im Stadtrat bringen: Das Bündnis beantragt, dass der Verein Dachauer Moos einen Bericht erarbeitet, der darlegt, welche Maßnahmen zur Moorrenaturierung in den vergangenen zehn Jahr durchgeführt worden und welche für die Zukunft geplant sind. Ebenso sollten laut Antrag Fragen geklärt werden wie: Mit welchen Fachgremien, Naturschutzverbänden und Experten wurden und werden Projekte abgestimmt? Gibt es Vorstandsbeschlüsse über die Entwicklungsziele dieser Maßnahmen? Wie werden die Mitgliedsgemeinden über Maßnahmen informiert? Und: Wurde im Rahmen der Regionalplanung Oberbayern ein Entwicklungsplan für das Dachauer Moos entwickelt und ist dieser Plan für die Öffentlichkeit zugänglich?

Zur Begründung für den Antrag heißt es, dass auch die Stadt Dachau Mitglied des Verein sei und daher "als Grundlage für künftige Entscheidungen zu Maßnahmen im Dachauer Moos über die aktuellen Projekte und Tätigkeiten zu den in der Satzung genannten Themenschwerpunkten informiert" sein sollte. Im Vereinsgebiet sei in der Vergangenheit der Wasserstand so weit abgesenkt worden, dass der noch vorhandene Torfboden immer weiter abgebaut werde. Dadurch würden erhebliche Mengen an CO₂ emittiert. Insgesamt seien die entwässerten Moorflächen in Bayern derzeit für sechs Prozent der gesamten bayerischen CO₂-Emissionen verantwortlich. Moorschutz sei im Klimaschutzprogramm Bayern und in der Klimaschutzinitiative "Moore und Wälder" festgeschrieben. Danach müssten bis 2040 circa 55 000 Hektar Moor in Bayern renaturiert werden. Durch den fortschreitenden Abbau des Torfbodens verliere das Gebiet seine wichtigen Funktionen als Kaltlufterzeugungsgebiet, CO₂-Speicher und landwirtschaftliche Nutzfläche. "Ohne Gegenmaßnahmen wird dies in 30 bis 40 Jahren der Fall sein", warnt das Bündnis und appelliert daher ebenso wie Dachauer Naturschützer, die Gebiete wieder zu vernässen und den Torfabbau zu stoppen und dadurch "die lebenswichtigen Funktionen des Dachauer Moos langfristig zu erhalten". Der Verein Dachauer Moos sei gemäß Satzung dazu verpflichtet, entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

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