Dachau Vorbilder für den Glauben

Gottesdienst für die 56 Seligen Märtyrer aus dem KZ Dachau

Mit einem Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche Heilig Kreuz und einem internationalen Begegnungsfest ist für das Erzbistum München und Freising der 2017 eingeführte Gedenktag "Selige Märtyrer von Dachau" begangen worden. Mit dem Dachauer Dekan, Heinrich Denk, konzelebrierten Pater Alexander Holzbach, Provinzial der Pallottiner in Friedberg, und Stanislaw Plawecki, der Pfarrer der polnischen Gemeinde in München.

Der Dachauer Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD) betonte, dass die 56 seliggesprochenen christlichen Märtyrer aus dem KZ Dachau trotz der unmenschlichen Verhältnisse und des Hasses, denen sie dort begegneten, Zeugnis für Christus ablegten. Die Dachauer Seligen seien "im Glauben an die unauslöschliche Liebe Gottes nicht nur Zeugen, sondern auch Vorbilder für den Glauben der heutigen Menschen". Der polnische Generalkonsul im München, Andrzej Osiak, erinnerte daran, dass ehemalige polnische Häftlinge des Priesterblocks in einer Gruppe von insgesamt 108 polnischen Märtyrern des Zweiten Weltkriegs 20 Jahre zuvor, am 13. Juni 1999, von Papst Johannes Paul II. in Warschau seliggesprochen worden waren. 45 von ihnen seien Häftlinge im Priesterblock des Konzentrationslagers Dachau gewesen. Statt einer Predigt wurden kurze Biografien und Zitate einiger Seligen vorgetragen, die unter anderem das Lebenszeugnis von Karl Leisner, Alois Andritzki und Pater Engelmar Unzeitig.