Dachau Stadt baut Ferienprogramm aus

Stadtjugendpfleger Markus Högg hat ein Konzept für Mädchen und Buben im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren ausgearbeitet.

(Foto: Niels P. Jørgensen)

Berufstätige Mütter und Väter können jetzt auch zu Ostern und Pfingsten Kinderbetreuung buchen

Von Petra Schafflik, Dachau

Ein Holzlager bauen im Stadtwald, sich in Akrobatik üben, tolle Comics zeichnen oder im Trampolinpark toben: Solch vielfältige Aktivitäten, wie sie das Ferienprogramm der Stadt bisher in den Sommerferien für Kinder anbietet, können berufstätige Eltern jetzt auch in den Oster- und Pfingstferien buchen. Auf Antrag der SPD hat Stadtjugendpfleger Markus Högg ein Konzept ausgearbeitet, das Mädchen und Buben zwischen sechs und zwölf Jahren Spaß machen soll und gleichzeitig ihre Väter und Mütter entlasten wird. Starten wird das Programm, das der Familien- und Sozialausschuss jetzt einstimmig beschlossen hat, bereits in den Osterferien 2019 vom 23. bis 26. April. Die Stadt lässt sich das Angebot 20 000 Euro im Jahr kosten.

Eltern, die berufstätig sind, stehen mehrmals im Jahr vor demselben Problem: Wer kümmert sich in den Ferien um den Nachwuchs, während Vater und Mutter arbeiten? Die zeitliche Lücke ist beträchtlich, denn wo Arbeitnehmer maximal sechs Wochen Urlaub haben, dauern die Schulferien 14 Wochen. Für Kinder, die keinen Hortplatz haben, gilt es also eine Betreuung zu organisieren. Nun wird das Programm aufgestockt für die Oster- und Pfingstferien.

Für jeweils vier Tage in der zweiten Ferienwoche organisiert die Stadtjugendpflege kreative und aktive Angebote in den Jugendzentren (JUZ) sowie Ausflüge. Jüngere Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren werden im JUZ-Ost betreut, die älteren bis 12 Jahre treffen sich in der Jugendeinrichtung in Dachau-Süd. Das Programm geht von Montag bis Donnerstag, jeweils von acht bis 15.30 Uhr. Buchen lässt sich das viertägige Paket oder auch einzelne Tage. Das Ferienprogramm kostet einschließlich Material, Eintrittsgeldern und Verpflegung 30 Euro täglich.

Und genau da hakten einige Stadträte ein. Jugendreferentin Luise Krispenz (Grüne) forderte, über eine Ermäßigung für Geringverdiener und Geschwisterkinder nachzudenken. Auch Jürgen Seidl (FDP) findet 120 Euro in der Woche "eine ganz schöne Belastung, gerade auch für Alleinerziehende." Akzeptiert wurde schließlich der Vorschlag von Amtsleiter Markus Haberl, die Unterstützung finanzschwächerer Familien über das sogenannte Bildungs- und Teilhabepaket gemeinsam mit dem zuständigen Landratsamt zu prüfen.

Der SPD-Fraktion ist es wichtig zu erwähnen, dass sich das neu erweiterte Dachauer Ferienprogramm vorrangig an berufstätige Eltern richtet. Familien müssen bei der Buchung daher eine Bestätigung des Arbeitgebers vorlegen. Nur wenn Plätze frei bleiben, dann sollen auch Kinder von nicht berufstätiger Eltern zum Zug kommen.