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Dachau:Parkplatzsuche via Smartphone

Seit Juni kann man die kostenlose App Parco nutzen

Von Eva Waltl, Dachau

Parkmöglichkeiten gibt es in der Stadt Dachau bereits jede Menge. Die Schwierigkeit besteht nur oftmals darin, im Alltag nicht genau zu wissen, wo. Vor allem dann, wenn man dringend eine Parkmöglichkeit benötigt, um pünktlich zum nächsten Termin zu kommen, kann sich die Suche nach einem Parkplatz nervtötend herausstellen. Um diesen Stress zu vermeiden, kann man in Dachau bereits seit Anfang Juni die kostenlose App Parco nutzen, die die Parkplatzsuche übernimmt und somit "Geld und Nerven spart", wie der Slogan verspricht.

Nach einmaliger Registrierung, Bekanntgabe des Kfz-Kennzeichens und der Zahlungsmethode zeigt die Anwendung den aktuellen Standort sowie mögliche freie Parkplätze in der Umgebung an. Viele kleine Symbole zeigen sowohl Preis als auch Belegung des Parkplatzes an. Mit wenigen Klicks kann man laut Hersteller bei Bedarf sogar ein Ticket erwerben und kann sein Auto abstellen, eine Parkverlängerung erfolgt ebenfalls über die Anwendung.

Die App wurde bereits 2018 entwickelt. Die Hersteller verfolgten dabei nach eigenen Angaben das Ziel, den urbanen Raum zu digitalisieren und das Parken in den Städten via App einfacher zu gestalten. Die einfache Nutzung und die Übersichtlichkeit seien ein großer Pluspunkt, weswegen die App, die bereits in vielen großen deutschen Städten genutzt werden kann, grundsätzlich positive Resultate bei Nutzern erbringe, so Tamara Berger, eine der Marketingspezialistinnen. Wie beliebt die App bei den Dachauern ist, könne man aber aufgrund der kurzen Zeit noch nicht genau ermitteln.

Ein entscheidender Vorteil, den die Nutzung der Anwendung bietet, ist die kontaktlose Zahlung. Das bedeutet: Kein Zusammensuchen von Kleingeld. Nachdem man sich für eine Zahlungsmethode entschieden hat, erfolgt die monatliche Abrechnungen automatisch. Dieser Aspekt sei gerade in der jetzigen Corona-Zeit von Bedeutung, denn der Nutzer komme nicht mit möglicherweise virenbehafteten Münzen in Berührung, heißt es. Es werde außerdem kein Ticket mehr gedruckt und so Müll vermieden. Obwohl die Betreiber sich damit der Nachhaltigkeit verschrieben haben, bleibt die App aber grundsätzlich ein Produkt für Autofahrer. Man versuche aber, heißt es von Unternehmensseite, "stickstoffbelastete Zonen zu entlasten, in dem man die Autos umleitet". Ordnungshüter kontrollieren den Parkvorgang über das Kfz-Kennzeichen.

© SZ vom 13.08.2020

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