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Dachau:Literatur zur Woche der Medienfreiheit

Verfolgte Journalistinnen, verbotene Autoren, ins Exil vertriebene Künstlerinnen, verbrannte Bücher, zensierte Medien, kontroverse Debatten um Fakten und Fake News: Mit mehreren thematischen Inseln und Bestandspräsentationen rund um das Motto "Freiheit des Wortes" beteiligt sich die Stadtbücherei Dachau an der diesjährigen Woche der Medienfreiheit, die der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zusammen mit einem breiten Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen und Unternehmen initiiert hat und die noch bis einschließlich Montag, 10. Mai, andauert. Zu den mehr als 25 Mitorganisatoren zählen neben dem Berufsverband Information Bibliothek (BIB) auch die Bundeszentrale für politische Bildung, das Goethe Institut, das PEN-Zentrum Deutschland sowie Reporter ohne Grenzen oder der Fußballverein Eintracht Frankfurt. Während der Woche der Meinungsfreiheit finden die Besucher der Dachauer Bücherei-Hauptstelle unter andrem Büchertische mit Werken von Autorinnen, die vom NS-Regime verfolgt, verboten und zur Flucht aus Deutschland getrieben wurden sowie Werke zeitgenössischer Schriftsteller und politisch verfolgter Journalistinnen. Das Augenmerk wird außerdem auf Sachbücher rund um die Geschichte der Zensur und Propaganda, und auf Ratgeber zum Faktencheck oder Umgang mit Falschinformationen und Verschwörungsmythen gelegt.

© SZ vom 05.05.2021 / SZ
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