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Dachau:"Flexibler und unabhängiger"

Malteser übernehmen komplett "Essen auf Rädern" der Caritas

Die Kooperation von Malteser Hilfsdienst und Caritas in der Erzdiözese München und Freising geht in die nächste Runde. Nachdem die beiden katholischen Sozialverbände Ende 2018 in einem Rahmenvertrag die Kooperation im Hausnotruf festgelegt haben, werden sie nun auch beim "Essen auf Rädern", einem wichtigen sozialen Dienst von Caritas und Maltesern, eng zusammenarbeiten. Seit diesem Mittwoch hat der Malteser Hilfsdienst die komplette Belieferung aller Caritas-Kunden im Stadtgebiet München sowie in den Landkreisen München und Dachau übernommen. "Unsere langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Maltesern, wie zum Beispiel beim Hausnotruf, gibt uns die Gewissheit, dass unsere Kunden im Dienst Essen auf Rädern auch weiterhin liebevoll täglich verpflegt werden", konstatiert Harald Bachmeier, Geschäftsführer der Caritas München Stadt/Landkreis.

Nach der Umstellung werden die Speisen nun nicht mehr heiß, sondern kalt ausgeliefert - die Empfänger sollen das Essen zu Hause selbst wärmen. Kunden seien dadurch "deutlich flexibler und unabhängiger in ihrem Tagesablauf", könnten sie mit dem System "Cook and Freeze" nun "den Zeitpunkt selbst bestimmen, zu dem sie essen möchten", sagt Malteser Bezirksgeschäftsführer Dieter Wünsche. Bestellt werden kann aus einem Katalog mit mehr als 80 Gerichten, darunter auch vegetarische Kost, Bio und Menüs für bestimmte Diätformen. Das Essen wird dann von Malteser-Mitarbeitern an allen 365 Tagen im Jahr zu den Kunden nach Hause geliefert.

Damit zum Starttermin alles reibungslos klappt, "haben wir alle Kunden und die Kuratorien informiert, dass künftig die Malteser das Essen auf Rädern liefern", berichtet Ulrich Prasser, Leiter der Caritas München West und versichert: "Selbstverständlich bleibt unsere Sozialstation erhalten und in der Hand der Caritas." Die Malteser haben bereits viele Bestellungen der neuen Kunden aufgenommen und zusätzliche tägliche Liefertouren geplant. Dafür wurden zehn neue Mitarbeiter eingestellt und fünf Fahrzeuge angeschafft.

© SZ vom 02.07.2020 / SZ

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