Dachau:Immer mehr Kunststoff in der Biotonne

Immer mehr Biokunststoff-Tüten landen in der Biotonne. "In dem Glauben, mit diesen im Handel angebotenen kompostierbaren Biokunststofftüten nichts falsch zu machen, setzen sie immer mehr Biotonnen-Nutzer für die Biomüllsammlung ein", teilt das Landratsamt Dachau mit. Doch damit entsteht ein großes Problem: Kompostierbare Biokunststoff-Tüten bestehen meist nur zur Hälfte aus einem nachwachsenden Rohstoff wie zum Beispiel Mais. Der andere Teil ist ein fossiler Rohstoff auf Basis von Erdöl. Dieser ist notwendig, um den Tüten Stabilität zu geben und ein Durchweichen zu verhindern. Laut EU-Norm müssen sich kompostierbare Biokunststoffe nach zwölf Wochen in Teilchen kleiner als zwei Millimeter zersetzt haben. Die Verarbeitungszeit in der Kompostieranlage beträgt jedoch nur vier bis sechs Wochen. In dieser Zeit zersetzen sich diese Biokunststoffbeutel nicht vollständig und bleiben als Plastikteilchen in der Erde zurück. Mit dem Kompost, der auch im Umland ausgebracht wird, gelangt Mikroplastik auf die Felder. Mikroplastik wird von den Pflanzen aufgenommen und gelangt so in Nahrungsmittel. "Biokunststoff-Tüten und Plastiktüten sind in der Biotonne im Landkreis Dachau nicht zugelassen", so das Landratsamt. Für die Sammlung von Biomüll können Papiertüten (im Handel erhältlich) oder Zeitungspapier verwendet werden. Der Biomüll kann auch lose eingeworfen werden.

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