bedeckt München 15°

Bildung:Förderschule bleibt in Hebertshausen

Gemeinde verlängert Vertrag mit Elisabeth-Bamberger-Schule

Von Horst Kramer, Hebertshausen

Die Dr.-Elisabeth-Bamberger-Schule (EBS) wird noch einige Zeit in Hebertshausen beheimatet sein. Der Gemeinderat verlängerte kürzlich den Vertrag mit dem Franziskuswerk Schönbrunn, dem Träger des Förderzentrums, um weitere zwei Jahre. Die Einrichtung ist dort provisorisch in einem Containerbau an der Freisinger Straße untergebracht. Sie steht auf einem Grundstück, das bei der Ortsentwicklung eine wichtige Rolle spielt. Derzeit läuft ein Architektenwettbewerb zur Überplanung des gesamten Areals zwischen der Alten Holzschleiferei und der Krautgartenstraße.

Bis 2010 hatte die EBS ihren Standort in der Dachauer Hermann-Stockmann-Straße, bis 2016 war sie in Karlsfeld untergebracht. Das Franziskuswerk übernahm vor fünf Jahren die 1978 gegründete heilpädagogische Tagesstätte des Kinderschutzes, als der Trägerverein die Einrichtung aus finanziellen Gründen abgab. Kurzfristig mussten damals Räumlichkeiten gefunden werden, die Gemeinde Hebertshausen sprang ein und stellte das Gelände an der Freisinger Straße zur Verfügung. "Als es um die Ansiedlung eines fünften Gymnasiums ging, reckten viele meiner Kollegen sofort den Finger", erinnert sich Hebertshausens Bürgermeister Richard Reischl (CSU), "doch bei der EBS übten sie sich in vornehmer Zurückhaltung."

Denn die Einrichtung benötigt dringend Flächen in einer Gemeinde mit S-Bahn-Anschluss, da die von ihr betreuten Kinder und Jugendlichen nicht nur aus dem gesamten Landkreis, sondern auch aus München, Freising und Fürstenfeldbruck kommen. Der neue Mietvertrag läuft zwar 2023 aus, Reischl schätzt aber, dass die EBS noch ein bis zwei Jahre länger in Hebertshausen bleiben wird. "Bis ein geeignetes Grundstück gefunden, das Bauleitplanverfahren abgeschlossen und der Bau erstellt ist, wird es wohl noch etwas dauern", schätzt der Rathauschef.

© SZ vom 02.03.2021
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema