Viele halten Berg am Laim bis heute nicht für einen Teil von München. Dabei hat die Eingemeindung des Vororts München 1913 ein wahres Juwel beschert: St. Michael. Während die Michaelskirche in der Kaufinger Straße als letzte Ruhestätte der Wittelsbacher in jedem Reiseführer beschrieben ist, taucht die katholische Kirche in Berg am Laim nirgends auf. Dabei gehört sie zu den prachtvollsten Sakralbauten der Stadt und kann es mit der gesamten Münchner Kirchenkonkurrenz aufnehmen. Clemens August von Bayern, Kurfürst und Erzbischof von Köln, ließ die Kirche zwischen 1735 und 1751 nach den Plänen des bayerischen Baumeisters Johann Michael Fischer in seiner Hofmark Berg am Laim errichten. Heute ist St. Michael die erste Adresse des süddeutschen Rokoko, vor allem Johann Baptist Zimmermanns Gewölbefresken gelten als herausragende Kunstwerke.

Johann-Michael-Fischer-Platz 9a, 81673 München-Berg am Laim

Bild: Rüdiger Liedtke 31. August 2011, 18:152011-08-31 18:15:27 © sueddeutsche.de/afis/tob