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Bogenhausen:Kultur im Zirkuszelt

Immer wieder schlägt der Zirkus Baldoni auf dem Platz neben dem Cosimabad seine Zelte auf. Dieses Jahr hatte es die Familie Baldoni Kaiser, die den Zirkus in siebter Generation betreibt, nicht leicht. Anfang März strandete sie wegen Corona, musste das Zelt abbauen und durfte nicht spielen. Die Pachtkosten, das Futter für die Tiere - der Zirkus stand vor dem Ruin. Dank vieler Hilfen, auch vom Bezirksausschuss (BA) Bogenhausen, der die Stadt München bat, dem Zirkus die Pachtkosten zu erlassen, ging es für Anton Kaiser und seine Familie weiter. Nun möchte er den August über wieder spielen und sein Zelt aufbauen. Das kostet. 24 430 Euro bräuchte Kaiser dafür und bat den BA um Hilfe. In der Summe sind kostenlose Vorstellungen am Wochenende inbegriffen, das Zelt kann für Veranstaltungen des Projekts "Sommer in der Stadt" genutzt werden.

Der BA hatte zunächst Bedenken wegen des Sicherheitskonzeptes. Die Vorkehrungen seien, so Angelika Pilz-Strasser (Grüne), nämlich recht aufwendig. Es sollte abgeklärt werden, ob der Zirkus ein solches Hygienekonzept zum Beispiel mit elektronischem Ticketing gewährleisten könne.

Ob überhaupt gespielt werden darf, war zunächst ebenfalls unklar. Jetzt hat das Kreisverwaltungsreferat (KVR) Auskunft gegeben: "Das KVR hat positiv signalisiert, dass gespielt werden könne und die Vorstellungen grundsätzlich genehmigungsfähig sind", sagte der Vorsitzende des Unterausschusses Kultur, Soziales und Vereine, Marko Poggenpohl (SPD). Es gelten laut Poggenpohl die Hygiene-Regeln der Staatsregierung für Theater: Abstand, Mundschutz, separater Ein- und Ausgang.

© SZ vom 04.08.2020 / ole

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