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Bogenhausen:Jetzt mit schnellem Internet

Klassenzimmer zum Wohlfühlen: Im Konferenzzentrum des Sheraton Hotels haben die Abiturklassen Unterricht. Die neuen Wlan-Router kommen dort schon zum Einsatz - und funktionieren, so der Schulleiter, "prima".

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Digitalausstattung am Hausenstein-Gymnasium modernisiert

Von Nicole Graner, Bogenhausen

Die Schulen sind wieder oder noch geöffnet - und wichtiger denn je sind für den Präsenzunterricht Streamingkonzepte und eine gute technische Ausrüstung. Das Minimum: genügend Wlan-Router. Damit sah es zum Beispiel am Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium lange Zeit düster aus. Immer wieder hatte die Schule bei der Stadt und auch beim Bezirksausschuss (BA) Bogenhausen darauf hingewiesen, dass mit der schlechten Grundlage ein Online-Unterricht kaum zu leisten sei. Im Juli 2020 klagten Schulleitung, Lehrer, Elternbeirat und Schüler in einer BA-Sitzung massiv, das Gremium sicherte der Schule in mehreren Anträgen Unterstützung zu, erhöhte den Druck auf das Schulreferat.

In der jüngsten Sitzung erklärte der BA-Vorsitzende Florian Ring (CSU), dass das Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium mit drei Wlan-Würfeln ausgestattet worden sei. Viel zu wenig, wie er sagt, wenn man bedenke, dass ein Würfel 26 Personen für eine Stunde bedienen könne. "Wir sollten also weiter am Ball bleiben." Schulleiter Uwe Barfknecht schätzt die Situation etwas anders ein. Denn aus seiner Sicht hat sich der Einsatz schon gelohnt. "Sehr Vieles", so sagt Barfknecht, "hat sich zum Besseren gewendet." Die Schule habe 2020 "kräftig in die digitale Infrastruktur investiert". Das Gymnasium verfüge nun seit Oktober in allen Klassenzimmern und Fachräumen bei schnellem Internet über Beamer, Rechner, Dokucam und Webcam. Darüber hinaus seien die meisten Klassenzimmer und Fachräume bereits mit interaktiven Whiteboards ausgestattet. Auch besitze das Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium nun erstmals einen neuen 3-D-Drucker.

Außerdem habe man, wie der Schulleiter erklärt, "gerade elf neue Wlan-Router (LTE) erhalten", die nun flexibel im gesamten Schulgebäude und auch für den Präsenzunterricht eingesetzt würden. "Im April", sagt Barfknecht, "sollen elf weitere Wlan-Router geliefert werden und in Betrieb gehen." Das sei bei 39 Klassen zwar noch nicht "flächendeckend, aber eine gute Grundlage". Gerade probiere man zum Beispiel auch im Präsenzunterricht im Sheraton Hotel aus, wie man mit den Routern gut arbeiten könne. Im Distanzunterricht arbeitet das WHG mit der Lernplattform Mebis und für Videounterricht mit MS-Teams.

© SZ vom 24.03.2021
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