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Bogenhausen:Bahntunnel als einmalige Chance

Bürgerinitiative für Lärmschutz übergibt OB Reiter eine Resolution

Die Bahn will mehr Güterzüge durch die Stadt rollen lassen. Doch dafür muss ordentlich gebaut werden. Die Truderinger und Daglfinger Kurve und Spange (TDK) werden ausgebaut und modernisiert. Auch wird die Bahnstrecke zwischen Daglfing und Johanneskirchen viergleisig ausgebaut. Der Stadtrat, aber vor allem die Bürger haben sich gegen die ebenerdige Trasse der Bahn ausgesprochen. Nur ein Tunnel könne den künftigen, neuen Stadtteil rund um Daglfing entlasten, vor allem den Lärm, der durch die Verdreifachung des Güterverkehrs entstehe, minimieren. Die Bahn spricht von 226 Zügen pro Tag im Jahr 2030.

Die Bürgerinitiative Bahntunnel von Zamdorf bis Johanneskirchen (BI), die sich 1989 gegründet hat, um sich für den Lärm- schutz einzusetzen, wird an diesem Mittwoch, 29. Januar, 16 Uhr, Oberbürgermeister Dieter Reiter eine Resolution übergeben. 1000 Bürger haben nicht nur noch viele Fragen, wie zum Beispiel die Verkehrsprognosen wirklich aussehen, sondern vor allem einen Wunsch: Die Deutsche Bahn müsse, wie es in der Resolution heißt, der Neubaustrecke im Bogenhauser Bahnkorridor "ernsthaft Priorität einräumen. Die Landeshauptstadt müsse bei der Staatsregierung und vor allem beim Verkehrsministerium Berlin Druck machen.

Die BI hat aber auch klare Vorstellungen. Die U 4 nach Englschalking solle verlängert werden, damit Fahrgäste zum Flughafen umsteigen könnten. Außerdem solle, wie der Vorsitzende der Bürgerinitiative, Klaus-Walter Kröll, erläutert, "der S-Bahn-Verkehr auf dem Nordring nicht dem Güterverkehr untergeordnet werden und schon in Freimann enden." Nur ein Tunnel, so ist man sich bei der BI sicher, biete eine einmalige Chance, frühzeitig alle Belange des Schienenverkehrs, für Güter und Personen, flott zu realisieren.

© SZ vom 29.01.2020 / ole
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