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Bogenhausen:Auf der Suche nach Parkplätzen

Lokalpolitiker wollen die Situation am Herkomerplatz entschärfen

Von Nicole Graner, Bogenhausen

Die Parksituation rund um Niedermayer-, Gebele- und Amberger Straße ist sehr schwierig, seit die Stadt im Dezember östlich des Herkomerplatzes neue Halteverbotsschilder aufgestellt hat. An der Amberger Straße ist das Parken nur noch einseitig möglich, an der Niedermayer- und Gebelestraße nur im Wechsel auf beiden Straßenseiten.

Eine Anwohnerinitiative, die mittlerweile 300 Unterschriften gesammelt hat, um mit Nachdruck darauf hinzuarbeiten, dass die Stadt die Situation wieder verändert, hat den Bezirksausschuss (BA) auf das Problem aufmerksam gemacht - und das Gremium will sich des Themas nach Gesprächen im BA und einer virtuellen Bürgersprechstunde verstärkt annehmen. So haben die Grünen in der jüngsten Sitzung in einem Antrag die Stadt aufgefordert, auf Höhe der Niedermayerstraße 2-10 schon einmal den Gehweg in Richtung Bebauung so zu verlegen, dass der erweiterte Straßenraum mehr Quer- oder Schrägparken ermöglicht. Auch wenn die Anwohner lieber ein neues Konzept sähen, sei es, so erklärt Florian Braun (Grüne), trotzdem sinnvoll, zusätzliche Parkplätze zu schaffen. Der BA entschied sich einstimmig für den Antrag.

Für Parkplatzfrust bei den Anwohnern sorgt auch das nahegelegene rumänische Konsulat an der Richard-Strauß-Straße. Viele Familien, die dort Termine hätten, würden im Viertel Parkplätze suchen. Mittlerweile hat der BA-Vorsitzende Florian Ring (CSU) mit der Generalkonsulin gesprochen - und, wie er sagt, zwei Punkte vertieft: zum einen die Parkplatzsituation und zum anderen das Müllproblem, das im Viertel massiv zugenommen habe. Wie Ring sagt, habe das Konsulat zusätzlich eine weitere Reinigungsfirma bestellt. Allerdings dürften rund um das Konsulat keine Mülleimer aufgestellt werden.

Das Konsulat wolle auf der Webseite auf rumänisch darauf hinweisen, dass das falsche Parken mit Bußgeld geahndet werde. Auch wolle man versuchen, die eigenen Staatsbürger für die Parkplatzsituation im Viertel zu sensibilisieren. Dass allein, so glaubt Patrik Bothe, Sprecher der Anwohnerinitiative, nütze nichts. Wichtig seien vor allem auch Hinweise auf der Webseite, wo Parken möglich sei. Vielleicht könne man mit dem Eigentümer der Parkgarage am Rosenkavalierplatz einen Deal aushandeln und dem Konsulat dort Stellplätze zur Verfügung stellen. Diese Idee, so versprach Ring, wolle man für die nächsten Gespräche mitnehmen.

© SZ vom 24.03.2021
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