bedeckt München 25°

Berühmte Zitate von Münchnern:"Wer ko, der ko"

Ein Bürgermeister, der sich beim Wiesn-Anstich verspricht, ein Fußballer, der die Grünen hängen lassen will, ein Pferdehändler, der den König demütigt: Die berühmtesten Zitate von Münchnern.

Lisa Sonnabend

14 Bilder

Erich Kiesl,

Quelle: Sueddeutsche Zeitung Photo

1 / 14

Ein Bürgermeister, der sich beim Wiesn-Anstich verspricht, ein Fußballer, der die Grünen hängen lassen will, ein Pferdehändler, der den König demütigit: Die berühmtesten Zitate von Münchnern.

"Izapft os'"

Die bislang größte Panne beim Wiesn-Anstich passierte im Jahr 1978. Der damalige Oberbürgermeister Erich Kiesl von der CSU verwechselte die Vokale und rief lauthals "Izapft os'!" statt des legendären "Ozapft is'" in die Menge.

92952859

Quelle: AFP

2 / 14

"Diese Spieler waren schwach wie eine Flasche leer! (...) Was erlauben Strunz? (...) Ich habe fertig!"

Es war der 10. März 1998, der FC Bayern hatte 0:1 gegen den FC Schalke 04 verloren. Die anschließende Pressekonferenz wurde legendär: Trainer Giovanni Trapattoni schimpfte die Spieler mit einer Wutrede.

Christian Ude, 2010

Quelle: Robert Haas

3 / 14

"Ich bin nicht schwul - und das ist auch gut so."

Kurz nach seinem 60. Geburtstag hatte Münchens Oberbürgermeister Christian Ude die Nase voll. Beim Wahlkampfauftakt der schwul-lesbischen Wählerinitiative "Rosa Liste" dementierte er Gerüchte, er sei homosexuell. In Anlehnung an Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit, der einmal sagte: "Ich bin schwul - und das ist auch gut so."

Xaver Krenkl

Quelle: SZ Photo

4 / 14

"Majestät, wer ko, der ko!"

Eines Tages überholte der Pferdehändler Franz Xaver Krenkl (1780-1860) im Englischen Garten mit seinem Sechsspänner die Equipage des König Ludwig I. - was absolut verboten war. Der König zürnte. Doch Krenkl hatte eine souveräne Antwort parat.

Frankfurter Ausstellung würdigt Karl Valentin als Filmpionier

Quelle: dpa

5 / 14

"Mögen hätt' ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut!"

Kein Münchner hatte wohl so viel Sprachgefühl wie der Komiker Karl Valentin, wie an diesem Spruch deutlich wird.

Bayern Munich v Barcelona - Franz Beckenbauer Cup

Quelle: ag.getty

6 / 14

Berühmte Zitate von Münchnern:_

"Hängt die Grünen, solange es noch Bäume gibt."

Dieser Satz von FC-Bayern-Spieler Mehmet Scholl fiel im Jahr 1994 - und sorgte für mächtig Wirbel. Er handelte dem Fußballer sogar von einem Grünen-Politiker eine Anzeige wegen Anstiftung zum Mord ein. Scholl erklärte später, er habe die Aussage als Plädoyer für vernünftigen Umweltschutz gemeint. Auf die Frage, was er wähle, antwortete er: "Grün natürlich, ich kann sie ja nicht hängenlassen." 

Stoiber muss sich zum Landesbank-Debakel erklaeren

Quelle: dapd

7 / 14

"Wenn Sie vom Hauptbahnhof in München... mit zehn Minuten, ohne, dass Sie am Flughafen noch einchecken müssen, dann starten Sie im Grunde genommen am Flughafen... am... am Hauptbahnhof in München starten Sie Ihren Flug. Zehn Minuten. Schauen Sie sich mal die großen Flughäfen an, wenn Sie in Heathrow in London oder sonst wo, meine sehr ... äh, Charles de Gaulle in Frankreich oder in... in... in Rom. Wenn Sie sich mal die Entfernungen anschauen, wenn Sie Frankfurt sich ansehen, dann werden Sie feststellen, dass zehn Minuten Sie jederzeit locker in Frankfurt brauchen, um ihr Gate zu finden. Wenn Sie vom Flug ... vom ... vom Hauptbahnhof starten - Sie steigen in den Hauptbahnhof ein, Sie fahren mit dem Transrapid in zehn Minuten an den Flughafen in ... an den Flughafen Franz Josef Strauß. Dann starten Sie praktisch hier am Hauptbahnhof in München. Das bedeutet natürlich, dass der Hauptbahnhof im Grunde genommen näher an Bayern ... an die bayerischen Städte heranwächst, weil das ja klar ist, weil auf dem Hauptbahnhof viele Linien aus Bayern zusammenlaufen."

Der ehemalige Bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber hat nicht den Ruf, ein guter Rhetoriker zu sein - erst recht nicht nach seiner Transrapid-Rede zum Neujahrsempfang der Münchner CSU am 21. Januar 2002 im Rathaus.

Hans Scholl und seine Schwester Sophie Scholl

Quelle: DPA

8 / 14

"Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit, den Ihr um Euer Herz gelegt! Entscheidet Euch, ehe es zu spät ist!"

Dieses Zitat stammt aus dem fünften Flugblatt der Widerstandsbewegung "Weiße Rose": Als am 18. Februar 1943 Sophie Scholl in der LMU Hunderte Exemplare des sechsten und letzten Flugblattes vom zweiten Stockwerk in den Lichthof hinunterflattern lässt, wird sie mit ihrem Bruder Hans von der Gestapo verhaftet und später hingerichtet.

Ex-Spitzenbeamter beschreibt 'Macht und Missbrauch' von Strauss, Streibl und Stoiber

Quelle: ddp

9 / 14

"Ich will lieber ein kalter Krieger sein als ein warmer Bruder."

Franz-Josef Strauß war von 1978 bis zu seinem Tod 1988 Ministerpräsident von Bayern. Bekannt war er auch für seine kantigen Sprüche. Die schwulenfeindlichen Äußerungen fielen im Jahr 1971.

Finessensepperl

Quelle: oh

10 / 14

"Nix Gwiß woas ma net."

1763 bis 1828 lebte in München Joseph Huber, der ungewöhnlich klein war und von allen nur Finessenseppel genannt wurde. Er war einer der ersten Münchner Originale. Sein bekanntester Ausspruch ist bis heute eine Redensart geblieben.

-

Quelle: Manfred Neubauer

11 / 14

"Wir brauchen keine Opposition, weil wir sind schon Demokraten."

Der Kabarettist Gerhard Polt weiß wie kein anderer, die Widersprüche der Bayern in Worte zu fassen. In seinem Stück "Der Standort Deutschland" erklärt er die übernatürlich hohen Zustimmungsraten für die CSU.

Johannes Heesters, Jopie Heesters, Starnberg, Schauspieler

Quelle: dpa

12 / 14

Berühmte Zitate von Münchnern:Johannes Heesters, Jopie Heesters, Starnberg, Schauspieler

"Hitler war ein guter Kerl. (...) Zu mir war er immer nett."

Kurz vor seinem 105. Geburstag setzte sich Johannes Heesters bei einem Interview mit einem niederländischen Journalisten in seinem Haus in Starnberg mit unüberlegten Äußerungen über Adolf Hitler in die Nesseln. Auch der Protest seiner Ehefrau ("Jopie, was redest Du?") brachte ihn nicht zum Schweigen.

Joachim Ringelnatz starb vor 75 Jahren

Quelle: dpa

13 / 14

"Und mich zieht's mit Geisterhänden, ob ich will, ob nicht, ich muss, nach den bildgeschmückten Wänden, in den Simplicissimus."

Die Walpurgisnacht im Jahr 1903 war die erste von vielen legendären Nächten im Alten Simpl. Literaten und Künstler marschierten mit Stühlen und Tischen auf das Lokal in der Türkenstraße zu. Der Simpl wurde die bekannteste Künstlerkneipe Münchens und Treffpunkt der Bohème. Ludwig Thoma, Oskar Maria Graf, Franz Marc und Franziska von Reventlow verbrachten hier ausschweifende Abende. Und der Dichter Joachim Ringelnatz, von dem dieses Zitat stammt.

Rainer Werner Fassbinder wäre 65 geworden

Quelle: dpa

14 / 14

"Man muss zumindest versuchen zu beschreiben, was man nicht verändern kann."

Rainer Werner Fassbinder war der bekannteste deutsche Regisseur der sechziger und siebziger Jahre. Mit seinen Filmen übte er immer auch Gesellschaftskritik.

© sueddeutsche.de/sonn/bgr
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB