Berg am Laim Nichts Genaues weiß man nicht

Im Streit um die griechische Schule machen Gerüchte die Runde

Auf dem Areal der ehemaligen Bundesmonopolverwaltung für Branntwein (BfB) am Leuchtenbergring will die Stadt eine Berufsschule bauen, genauer: das Kompetenzzentrum Druck, Medien und Gestaltung. Die private Nachfolgefirma des einst staatlichen Branntweinherstellers hatte im vergangenen Jahr Insolvenz angemeldet und anders als anfangs befürchtet, will der Bund die Flächen laut Kommunalreferat nicht an einen privaten Investor, sondern an die Stadt München verkaufen. Dem Bezirksausschuss (BA) Berg am Laim teilte das Kommunalreferat mit, man befinde sich in Verhandlungen und Ziel sei, dass das Planungsreferat im nächsten Jahr einen Bebauungsplan für Gemeinbedarfsnutzung aufstellt. Das Bildungsreferat habe bereits dringenden Bedarf für die Berufsschule angemeldet und wolle im nächsten Schritt eine Machbarkeitsstudie und ein Strukturkonzept erarbeiten. Hierbei werde auch zu prüfen sein, welche anderen Gemeinbedarfsnutzungen zusätzlich realisiert werden könnten.

Der BA-Vorsitzende Robert Kulzer (SPD) erklärte, es gebe Gerüchte, wonach Ex-Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) der Republik Griechenland dort ein Grundstück als Ersatz für das Areal an der Hachinger-Bach-Straße angeboten haben könnte - das gemäß Gerichtsbeschluss an die Stadt zurückgegeben werden muss, da die griechische Schule trotz mehrerer Fristverlängerungen nie fertig wurde. "Ich halte das für kompletten Irrsinn", so Kulzer, sicher wolle sich keiner auf neue jahrelange "Spielchen" mit den Griechen einlassen. Selbst wenn, wäre die Fläche ungeeignet, da Schulbusse in der engen Sackstraße nicht wenden können.

Dass die Griechen die Stadt immer noch von der Fläche an der Hachinger-Bach-Straße fernhalten, obwohl sie wieder Eigentümerin ist, quittiert man im Bezirksausschuss mit Spott: Da reiche doch ein kleiner Bagger, dann sei man drin.