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Berg am Laim:Mülleimer an den Hotspots

Firma ergreift Maßnahmen gegen Abfall im Landschaftspark

Partys im Freien sind im Frühjahr und Sommer gerade unter Jugendlichen beliebt. Häufig aber lassen die Feiernden zur Verärgerung der Anwohner ihren Müll zurück. So auch im Landschaftspark hinter den Neubauten an der Hermann-Weinhauser-Straße. Dem Problem will die Stadt nun beikommen mit zusätzlichen Abfallbehältern, zudem soll Kontakt zu Streetworkarbeitern aufgenommen werden. Einen Sicherheitsdienst aber wird es wohl nicht geben.

Aufgrund der Klagen der Bürgerinnen und Bürger hatten verschiedene Ortstermine stattgefunden. Einerseits traf man sich mit der DB Netz AG. Diese ist verantwortlich für einen kleinen Teil der Fläche, der nicht öffentlich zugänglich ist. Dabei wurden "Verunreinigungen und Abfall" auf dem Areal gefunden. Das Referat für Gesundheit und Umwelt hat nun die DB zur Beseitigung aufgefordert. Der Großteil der 6,2 Hektar großen Fläche ist allerdings Eigentum des Projektentwicklers CA Immo. Der verweist darauf, dass die Fläche kein öffentlicher Park, sondern "vielmehr eine ökologische Ausgleichsfläche" sei. Der zugängliche Parkteil, so CA Immo, sei durch Stege für Besucher erschlossen. Das Zurücklassen von Abfall sei grundsätzlich untersagt. Letztlich sei man zum Schluss gekommen, "Abfalleimer an den Hotspots aufzustellen und auch die Hinweisschilder deutlicher zu gestalten". Darüber hinaus wolle man nun über Streetworker die Jugendlichen erreichen. Wachleute anzustellen kann sich das Unternehmen dagegen nicht vorstellen, "da die Kosten hierfür enorm wären".

© SZ vom 28.08.2020 / Ilgd

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