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Berg am Laim:Mehr Sicherheit auf Radwegen

Mit der Privilegierung des Radverkehrs auf der Hansjakobstraße entsteht demnächst eine attraktive Parallele zur Berg-am-Laim- und Kreillerstraße. Die Neumarkter Straße in westlicher Fortsetzung lädt dagegen weiterhin nicht zum Radeln ein, vor allem wegen der zahlreichen Zufahrten zu den Gewerbegrundstücken, die den Radweg unterbrechen. Um die - erlaubte - Fahrt auf der Straße sicherer zu machen, fordert der Bezirksausschuss (BA) als Sofortmaßnahme Tempo 30 im Abschnitt zwischen Baumkirchner und Weihenstephaner Straße. Einen entsprechenden Antrag der Grünen nahm der BA einstimmig an.

Mehr Komfort und Sicherheit für Radler will das Gremium auch durch Erneuerung des Belags auf dem Fahrradweg an der Schlüsselbergstraße erreichen. Der Weg gleiche momentan einer "Buckelpiste", auf der selbst bei durchschnittlichem Tempo immer wieder das Vorderrad abhebe, heißt es zur Begründung eines einstimmig angenommenen FDP-Antrags. Keine Verbesserung sähe der BA dagegen in der Ausweisung der Ursberger Straße als Fahrradstraße. Die enge, beiderseits zugeparkte Straße hält oft als Schleichweg für die St.-Veit-Straße her, zwingt aber eigentlich sowohl Radler als auch Autofahrer zu defensivem Verhalten. Der BA bittet die Polizei, zu klären, ob dort dennoch gerast wird, wie Anwohner beklagen.

Kontrovers diskutiert und letztlich mit sechs Gegenstimmen angenommen wurde der Grünen-Antrag, auf der St.-Veit-Straße durch Anbringung eines neuen Verkehrszeichens ein Radl-Überholverbot für Autofahrer auszusprechen, da der hier vom Bezirksausschuss beantragte Fahrradweg wohl noch einige Jahre auf sich warten lässt. Bei Einhaltung des vorgeschriebenen 1,5-Meter-Abstands können Autofahrer dort bereits jetzt eigentlich keine Radfahrer überholen. Die CSU-Fraktion sieht diese Rechtslage als eindeutig an und die Beschilderung daher als unnötige Aufforstung des Schilderwaldes.

© SZ vom 18.11.2020 / raj
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